Wie K-Pop-Fans die #Blacklivesmatter-Bewegung unterstützten
„Die beliebten, das Internet dominierenden K-Pop-Fans überfluteten rassistische Hashtags und Polizeiseiten mit Fancams – in riesigen Mengen.“…
Angesichts der jüngsten Proteste von Black Lives Matter (BLM) in den USA, die nach der grausamen Tötung von George Floyd ausbrachen, haben sich K-Pop-Fans auf der ganzen Welt in den sozialen Medien zusammengeschlossen, um Demonstrierende zu schützen. Die beliebten, das Internet dominierenden K-Pop-Fans mit ihrer globalen Reichweite und ihren akribischen Organisationsfähigkeiten überfluteten rassistische Hashtags und Polizeiseiten in riesigen Mengen mit Fancams.
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Fancams sind kurze Nahaufnahmen, die Fans während eines Live-Auftritts eines K-Pop-Acts filmen, oder von Fans erstellte Edits aus bereits vorhandenem K-Pop-Material. Vor diesem politischen Engagement überschwemmten Fancams, gepostet von eifrigen Fans, häufig jeden viralen Thread und jedes beliebte Thema – zum Leidwesen anderer Twitter-Nutzer.
Nachdem George Floyd, ein Afroamerikaner, in Polizeigewahrsam von einem Beamten des Minneapolis Police Department gnadenlos getötet worden war, brachen weltweit Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze aus. Seitdem gingen täglich Tausende Menschen auf die Straße, um diese rassistische Gewalttat zu verurteilen.
Wenn ihr Videos illegaler Aktivitäten von den Protesten habt und sie mit @DallasPD teilen wollt, könnt ihr sie in unsere iWatch-Dallas-App hochladen. Ihr könnt anonym bleiben. @ChiefHallDPD @CityOfDallas
— Dallas Police Dept (@DallasPD) 31. Mai 2020
Das Dallas Police Department forderte seine Twitter-Follower auf, ein „Video illegaler Aktivitäten von den Protesten“ über die App iWatch einzureichen. K-Pop-Fans überschwemmten die App umgehend mit Fancams, um die Sichtung der Einsendungen zu erschweren. Innerhalb von 24 Stunden meldete das Dallas PD, die App sei vorübergehend außer Betrieb – vermutlich aufgrund der Flut an Fancams. Eine ähnliche Strategie wurde eingesetzt, um Hashtags und Online-Portale der Grand Rapids Police Force in Michigan und des FBI effektiv lahmzulegen, indem neben Fancams auch Aufnahmen von Beamten eingereicht wurden, die Demonstrierende körperlich angriffen, Gummigeschosse abfeuerten und während der Proteste Tränengas einsetzten.
Fans kaperten rassistische Hashtags wie #WhiteLivesMatter, #BlueLivesMatter, #AllLivesMatter, #MAGA (Make America Great Again) und #WhiteOutWednesday, die von weißen Rassisten ins Leben gerufen worden waren, um von den Protesten für Black Lives Matter abzulenken. Sie übernahmen die Hashtags mit Fancams, Memes und Fotos ihrer liebsten K-Pop-Acts, um rassistische Beleidigungen unter dem Tag zu übertönen und so zu verhindern, dass sie die Rassisten erreichten.
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?, ??, ?? ??? ???? ??? ????. ?? ?????.Wir stellen uns gegen rassistische Diskriminierung.
Wir verurteilen Gewalt.
Du, ich und wir alle haben das Recht, respektiert zu werden. Wir werden zusammenstehen.#BlackLivesMatter— ????? (@BTS_twt) 4. Juni 2020
Die Macht der K-Pop-Fangemeinde beschränkte sich nicht auf Fancams. Die weltweit bekannte Boyband BTS twitterte ihre Verurteilung rassistischer Diskriminierung in den USA und spendete Berichten zufolge 1 Million US-Dollar, um die Kaution für festgenommene Demonstrierende zu finanzieren. Innerhalb weniger Tage starteten BTS-Fans – bekannt als ARMYs – die Kampagne MatchAMillion, sammelten mehr als 2 Millionen US-Dollar und teilten die Summe auf verschiedene Organisationen auf oder wiesen sie einer bestimmten Organisation zu. Kailee Scales, Geschäftsführerin von Black Lives Matter, sagte: „Schwarze Menschen auf der ganzen Welt leiden in diesem Moment unter dem Trauma jahrhundertelanger Unterdrückung. Die Großzügigkeit von BTS und Verbündeten auf der ganzen Welt, die im Kampf für das Leben Schwarzer Menschen solidarisch an unserer Seite stehen, bewegt uns.“
2019 bezogen sich mehr als 6 Milliarden Tweets auf K-Pop. Die weltweite Fangemeinde ist in der Lage, sich digital zu organisieren, zu vernetzen und ihre liebsten K-Pop-Acts bekannt zu machen. Ihr Einsatz zur Unterstützung der BLM-Proteste zeigt, dass ihre Plattform auch für soziales und politisches Engagement genutzt wird.
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