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Artist des Monats: Nasha Experience

In unserer Februar-Ausgabe von „Artist of the Month“ stellen wir eine Ikone des Asian Underground vor, die die Szene prägte und bis heute vorantreibt.

Für unsere Februarausgabe von „Artist of the Month“ stellen wir euch eine der ursprünglichen Größen des Asian Underground vor. Diese treibende Kraft prägte die Community in ihren Anfangsjahren entscheidend und setzt sich auch zwei Jahrzehnte nach ihrer Gründung weiterhin für das Genre ein!

Zum besseren Verständnis: Der Asian Underground begann seine Wurzeln Ende der 80er in den britisch-asiatischen und südasiatisch-kanadischen Communities zu schlagen. Bhanga verzeichnete in den britischen Charts einen Aufwärtstrend, der den Communities den nötigen Anstoß gab, die Musik zu veröffentlichen, an die sie glaubten.

Die Vermischung verschiedener südasiatischer Sounds mit damals zeitgenössischer elektronischer Musik setzte sich fort und brachte schließlich Genres wie Drum & Bass, Jungle, Breaks, Breakbeat und UK Garage hervor – und damit eine Nische namens Asian Underground.

Nasha Experience war ein Kollektiv, das in derselben Zeit entstand. Dank ihrer explosiven Fähigkeit, globale Melodien und Klangfarben in Nu-Skool-Elektronik zu verweben, lieferte die Supergroup einige der feinsten Tracks des Asian Underground.

Zum Auftakt unserer „Artist of the Month“-Reihe im Februar werfen wir einen Blick darauf, wie alles für Nasha Experience begann, welchen Einfluss sie hatten, welche Plattenlabels dahinterstanden und vieles mehr!

FRÜHE JAHRE & GRÜNDUNG

Die Entstehung von Nasha Experience reicht bis ins Jahr 1996 zurück, als die legendären Clubnächte „Anokha – Soundz of The Asian Underground“ und „Outcaste“ von Talvin Singh in vollem Gange waren. Damals kam die britisch-asiatische Community in größerem Umfang zusammen, um sich miteinander zu vernetzen.

Ges-e und Osmani Soundz von der Supergroup kennen sich schon sehr lange. Die Gespräche über ein Bündnis nahmen jedoch erst Fahrt auf, als die aromatischen Texturen östlicher Elemente zunehmend in Stile wie Jungle, Drum & Bass, UK Garage und viele andere Bassmusik-Genres übergingen.

Schließlich gründeten Ges-e und Sobur 2003 Nasha Records und veröffentlichten die Compilation Eastern Drum And Breaks mit Osmani Soundz, Bandish Projekt, Aref Durvesh und vielen weiteren Acts. Damit erhielt die Szene die Plattform, die sie brauchte, um ihre Musik zu veröffentlichen. Anschließend holten Ges-e und Sobur Osmani Soundz an Bord und gründeten 2003 Nasha Experience.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=3kVqGpPsUOU]

In den folgenden Jahren stießen Shandy, Equal-i, Nuphlo und Sukh Knight zu Ges-e und Osmani Soundz. So entstand eine bis dahin beispiellose Asian-Underground-Supergroup. Seitdem hat Nasha Experience die Szene revolutioniert und auf dem eigenen Imprint Nasha Records wegweisendes Material veröffentlicht. Die bisher 14 Releases verbinden Drum & Bass und Breaks – mit Tracks wie „808“, „Bhooli“, „Qawali Dub“ und unzähligen individuellen Glanzstücken des Labels.

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NASHA RECORDS

Nasha Records wurde 2003 von Ges-e und Sobur Ahmed gegründet, um verdiente Talente der Asian-Underground-Szene ins Rampenlicht zu rücken. Die erste Veröffentlichung war die Compilation „Eastern Drum & Breaks“, die Künstler aus dem experimentellen Breakbeat- und Drum-&-Bass-Umfeld zusammenbrachte.

Nasha Records legte schnell mit der zweiten Ausgabe der Eastern-Drum-&-Breaks-Reihe nach. Die Veröffentlichung von „Aaja“ markierte den ersten Auftritt des Kollektivs als Nasha Experience. Die Compilation enthielt außerdem wegweisende Releases von Acts wie Equal-i und Osmani Soundz und fing den östlichen Sound Londons und darüber hinaus ein.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=DPqi4jOUE90]

Seitdem erweiterte Nasha Records sein Labelkonzept und widmete sich neben den gefeierten Various-Artists-Compilations auch Einzelveröffentlichungen. Auf den Compilations veröffentlichten Equal-i, Sukh Knight, Katz und Shandy Tracks wie „Liquid Dream“, „Cop Killer“ und „Maai“ und erkundeten dabei die tieferen und aggressiveren Spielarten der Bassmusik.

Nach einem Jahrzehnt bahnbrechender Veröffentlichungen legte Nasha Records eine Pause ein, bevor das Label 2020 mit der „Kufiq“-EP zurückkehrte. Darauf folgte die jüngste EP „40 Acres“ mit Osmani Soundz, Ges-e und Shandy auf zwei Tracks. Der dritte brachte die gesamte Crew für „In Deep“ zusammen.

HUNDRED COLOURS MUSIC

Während Nasha Records pausierte, entstand Hundred Colours Music 2015 aus einem bestimmten Grund. Nasha Records hatte eine etablierte Ästhetik, die sich um Stile wie Drum & Bass, Breaks, Breakbeat und Dubstep drehte.

Nasha Experience schrieb kontinuierlich Musik im Studio. Das führte auch zu Tracks, die sich von ihrem charakteristischen Stil wegentwickelt hatten und nicht mehr in das Profil von Nasha Records passten.

Hier kam Hundred Colours Music ins Spiel – gegründet, um den experimentellen Musikstil der Gruppe zu unterstützen. Der grundlegende Unterschied bestand darin, dass alle auf Hundred Colours veröffentlichten Tracks individuell geprägt waren, im Gegensatz zu Nashas Ansatz, bei dem die gesamte Gruppe zusammenkam.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=ATNDr9LndIU]

Seit seiner Gründung hat Hundred Colours Music frische Tracks aus dem Umfeld von Nasha Experience veröffentlicht und zugleich Talente wie Kone Kone und Baransingha mit ihrem einzigartigen östlichen Bass-Touch zum Label geholt. Die jüngste Veröffentlichung von Hundred Colours Music erschien 2021: die „Dard“-EP mit Nuphlo, Osmani Soundz, Barasingha und Kone Kone.

Wenn wir nächste Woche mit dem nächsten Kapitel unserer „Artist of the Month“-Reihe zurückkehren, stellen wir euch die besten Veröffentlichungen von Nasha Records vor! Bleibt dran.

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