TF Daily Feed: Forschende steuern Venusfliegenfalle mit künstlichen Neuronen
Wissenschaft, Technologie und Botanik trafen vergangene Woche an der Linköping University aufeinander: Forschende verbanden erfolgreich ein künstliches Neuron mit einer Venusfliegenfalle und brachten sie zum Zuschnappen.
Wissenschaft, Technologie und Botanik trafen vergangene Woche an der Linköping University aufeinander. Den Forschenden gelang es, ein künstliches Neuron mit einer Venusfliegenfalle zu verbinden und sie dadurch zum Zuschnappen zu bringen.
Wissenschaftler:innen der Linköping University in Schweden haben erstmals ein künstliches organisches Neuron, also eine Nervenzelle, entwickelt, das sich in eine lebende Pflanze integrieren lässt. Für das Experiment nutzten sie die fleischfressende Venusfliegenfalle. Als elektrische Impulse der künstlichen Nervenzelle mit der fleischfressenden Venusfliegenfalle verbunden wurden, schlossen sich die Blätter der Pflanze. Das ist ein bedeutender Meilenstein für die Verbindung von Lebewesen und Computern.
An der Studie waren drei schwedische Universitäten beteiligt: Linköping University, University of Gothenburg und Lund University. Sie entwickelten ein künstliches Neuron, das ähnlich wie ein biologisches Neuron funktioniert. Neuronen übermitteln Informationen innerhalb eines lebenden Körpers. Sie übertragen Informationen durch elektrische Impulse und chemische Signale. Diese künstlich hergestellten Neuronen bestehen aus Komponenten, die Ionen und Elektronen transportieren.
[youtube https://www.youtube.com/watch?v=0PXhl–IkSw&w=641&h=361]Mithilfe kleiner Drähte verband der Wissenschaftler die neu entwickelten Neuronen mit den Zellen der Venusfliegenfalle. Durch die kontrollierte elektrische Impulsabgabe über die Kabel wurde die Pflanze dazu gebracht, sich zu schließen. Einfach gesagt – die Nachrichten werden auf dieselbe Weise gesendet und verarbeitet, wie es auch ein echtes Gehirn tun würde.
Künstliche Intelligenz, Roboter, Gehirn-Computer-Schnittstellen und tragbare Technologien wie Bionik-Prothesen werden künftig von diesem technologischen Durchbruch profitieren. Simone Fabiano, Associate Professor am Department of Science and Technology, sagte: “Wir haben die Venusfliegenfalle ausgewählt, um deutlich zu zeigen, wie wir das biologische System mit dem künstlichen organischen System steuern und beide dazu bringen können, in derselben Sprache zu kommunizieren”.
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