Dunks Kunst des minimalistischen und düsteren Drum & Bass
Anlässlich seines zweiten Albums auf Dispatch Recordings werfen wir einen Blick auf die düstere, messerscharfe DnB-Kunst des brasilianischen Produzenten.
Anlässlich seines zweiten Albums auf Dispatch Recordings werfen wir einen Blick auf die düstere, messerscharfe DnB-Kunst des brasilianischen Produzenten.
Die geistige Heimat von Drum & Bass ist natürlich das Vereinigte Königreich, doch schon in den Anfangsjahren breitete sich das Genre über verschiedene Kontinente aus. Es fand seinen Weg ins Samba-Land Brasilien, und seither hat kein Act aus dem südamerikanischen Land auch nur einen Beat verpasst – darunter DJ Marky, DJ Patife, Bungle, Urbandawn und Jam Thieves.
Seit über einem Jahrzehnt liefert Jam Thieves seine charakteristischen, funkgetriebenen Brecher ab. Auch wenn das Projekt inzwischen solo betrieben wird, steckt hinter Jam Thieves der Einzelkämpfer Neto Garcia aka Dunk. Seit er sein Dunk-Projekt 2020 startete, bringt der Produzent mit seinem messerscharfen Sound bereits die Köpfe zum Nicken.
Funk und Aggression zu gleichen Teilen, seit seinem Debüt ist Dunk nicht aufzuhalten. In knapp drei Jahren hat Dunk mehr als zwei Dutzend EPs sowie zwei starke Studioalben auf Dispatch Recordings veröffentlicht. Wenn er also bereits im Studio an den bewusstseinsverändernden Stürmen für sein nächstes Album braut, werfen wir einen Blick auf einige Tracks von Dunk, die ihn zu einem der produktivsten Produzenten im Drum & Bass machen.
DUNK – MADE IN BRAZIL
Wir beginnen mit einem Track von seinem jüngsten Album: ‘Made In Brazil’ definiert den Albumtitel ‘The Art of Minimal’ perfekt – jenen Drum-&-Bass-Stil, den Dunk seit Jahren vorantreibt. Dieses Album ist jedoch verdichtet, verfeinert und kompromisslos zu 100 Prozent Dunk.
DUNK – BAD BOY SOUND
Das Highlight dieses Tracks ist, wie Dunk noch mehr Funk und Flow in seinen ohnehin bekannten Funk-Sound bringt. Gemeinsam mit Isaac Maya und Ranking Joe setzt ‘Bad Boy Sound’ zunächst stark auf Reggae-Elemente, bis Dunk seinen unverkennbaren brasilianischen Geschmack entfesselt.
DUNK – NAMASTE
‘Namaste’ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie harmonisch Dunk verschiedene Stile miteinander verbindet und dabei seinen charakteristischen Funk-Biss bewahrt. Der Track ist ebenso eindrucksvoll wie die zuvor genannten: Mit flinken Beat-Wechseln und knackenden Snares trägt ‘Namaste’ eine Hook durch die einzelnen Passagen, die einen packt.
DUNK – MINIMALIST
Hyperklares Sounddesign, scharfe Bassklänge, neblige Vocal-Samples – diesmal jedoch mit einem aufgeladenen Drum-Pattern. Auf Formation Records liefert Dunk ein weiteres Meisterwerk ab, mit kopfnickenden Texturen und düsteren, rollenden Sounds, die ihn zu einer unaufhaltsamen Kraft im Drum & Bass machen.
DUNK – LOST TRIBE
Dunk kann uns stilistisch offenbar alles entgegenschleudern – dieser Track zeigt, warum. Er entfernt sich von seinen klaren, rollenden Sounds und marschiert in Steppy-Gefilde, während er einen frontalen Bassangriff startet, der den Brustkorb vibrieren lässt. Achtet auf den monströsen zweiten Drop.
Lasst uns wissen, welche unserer Auswahlen aus Dunks funky Drum-&-Bass-Welt euch am besten gefallen hat. Danach könnt ihr Dunks jüngstes Album genießen – die Definition meisterhaften minimalistischen DnB.