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Drum-&-Bass-Tracks in den UK-Top-40-Charts im Trend

Sieben der aktuellen Top-40-Singles im Vereinigten Königreich sind Drum-&-Bass-Tracks – Chase & Status gleich dreimal vertreten. Von der Renaissance bis zum Mainstream:

Sieben der aktuellen Top-40-Singles im Vereinigten Königreich sind Drum-&-Bass-Tracks – Chase & Status gleich dreimal vertreten.

Die Diskussionen begannen mit der Vorstellung, dass wir uns mitten in einer DnB-Renaissance befinden. Daraus wurde, dass das Genre zu einem festen Bestandteil der Beatport-Charts geworden ist, und nun erleben wir, wie Drum & Bass im Mainstream der Musik insgesamt ungeahnte Höhen erreicht. Ein derart helles Schlaglicht auf die Szene, wie es derzeit auf ihr liegt, kann niemals etwas Negatives sein – auch wenn die größte Stärke des Genres weiterhin im Underground liegt, und das seit über drei Jahrzehnten.

Gelegentlich haben es Drum-&-Bass-Songs in die UK Top 40 Singles Charts geschafft, aber wir können uns an keine andere Zeit erinnern, in der gleich sieben Songs in der Liste standen, die Drum & Bass sind, von Drum-&-Bass-Künstlern stammen oder sich ästhetisch an Drum & Bass orientieren. Deshalb nehmen wir jeden Track, der derzeit in den UK Top 40 Charts steht, nun nacheinander genauer unter die Lupe.

Chase & Status und Bou – Baddadan Feat. IRAH, Flowdan, Trigga und Takura

Ganz egal, was du hörst: Wenn du „Baddadan“ noch nicht gehört hast, lebst du wahrscheinlich unter einem Stein. Clubs, Festivals, Hauspartys – dieser energiegeladene Track hat so gut wie jede Party übernommen. Chase & Status waren schon immer Meister darin, Drum & Bass einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Für diesen Track holten sie Bou sowie vier der angesehensten MCs aus dem Vereinigten Königreich dazu: IRAH, Flowdan, Trigga und Takura. „Baddadan“ ist außerdem der erste von drei Tracks von Chase & Status in den Top 40.

Kenya Grace – Strangers

Dieser Song stammt zwar nicht von einer Drum-&-Bass-Künstlerin, ist aber eindeutig vom Genre geprägt. Die in Südafrika geborene britische Sensation Kenya Grace dominiert nicht nur das Vereinigte Königreich, sondern die Charts weltweit. In ihrer Heimat steht sie derzeit auf Platz drei und kämpft mit Doja Cats „Paint The Town Red“ um die Spitzenposition. Das ist ein großartiges Zeichen für das Genre, denn Drum-&-Bass-inspirierte Tracks wie „Strangers“ finden ihren Weg in die Popkultur.

Turno, Skepsis & Charlotte Plank – Rave Out

Manchmal fühlt es sich einfach so an, als wäre es Turnos Welt und wir würden nur darin leben. Der Mann kann die Dinge jederzeit auf den Kopf stellen und einen Banger raushauen, oder er fährt die Energie herunter und liefert Tracks, die die Seele berühren. Für „Rave Out“ tat sich Turno jedoch mit Skepsis und Charlotte Plank zusammen, um die perfekte Balance zwischen Seele und Dancefloor zu finden. Im September angekommen, ist der „Rave Out“-Track einer der größten Drum-&-Bass-Tracks des Jahres und steht auf Platz 37 der UK Top 40 Singles Charts.

Chase & Status, Hedex, ArrDee – Liquor & Cigarettes

Beispiel Nummer zwei von Chase & Status in den UK Top 40 Singles Charts ist „Liquor & Cigarettes“. Seit der Veröffentlichung ihres ersten Albums im Jahr 2008 haben Chase & Status immer wieder bewiesen, dass sie die Lücke zwischen Underground und Mainstream von Drum & Bass schließen können – und sich damit zu einem der besten Acts des Genres entwickelt. Dass ein weiterer Track von Chase & Status die Charts dominiert, ist also keine Überraschung.

Auf den Erfolg von „Baddadan“ folgte „Liquor & Cigarettes“ mit dem Drum-&-Bass-Superstar Hedex, der in den vergangenen Jahren in Topform war, ergänzt durch die mächtige Stimme von ArrDee. Der Track steht derzeit auf Platz 31 der Charts und zeigt keinerlei Anzeichen, in absehbarer Zeit nachzulassen.

Bou – Closer (feat. Slay)

Seit seinem explosiven Auftauchen in der Szene wird Bou vor allem mit hedonistischen Bangers in Verbindung gebracht, die zugleich ein ausgeprägtes Rhythmusgefühl besitzen – und davon hat er jede Menge in seinem Repertoire. Nach der Zusammenarbeit mit Chase & Status bei „Baddadan“ ist Bou mit einer wunderbaren Kollaboration mit Slay allein in den UK Top 40 Singles Charts gelandet.

Mit Slays kraftvollem Gesang und einem beschleunigten Sample aus Robert Miles’ „Children“ bringt Bou in „Closer“ seine typischen federnden Bass-Stabs zum Einsatz. Der Track steht derzeit auf Platz 30 der Charts.

Becky Hill, Chase & Status – Disconnect

Der letzte Track mit Chase & Status in den Charts ist ihre Zusammenarbeit mit Becky Hill bei „Disconnect“. Becky Hill gehört zu den größten Sängerinnen des Genres – mit gewaltigen Veröffentlichungen wie „Afterglow“ und „Here For You“ mit Wilkinson sowie „Hold On“ mit Netsky, um nur einige zu nennen. Bei ihrer ersten gemeinsamen Arbeit mit Chase & Status wurde „Disconnect“ dank des gewaltigen Nostalgiegefühls, das der Track auslöst, zu einem der Songs des Sommers.

„Disconnect“ steht derzeit auf Platz zwölf der Charts und ist nach Kenya Graces „Strangers“ der am zweithöchsten platzierte Drum-&-Bass-Track.

Issey Cross – Bittersweet Goodbye

Eine weitere Drum-&-Bass-Hitmakerin mit Tracks wie „Used To This“ und „Oh My“ im Repertoire: Issey Cross’ Solotrack „Bittersweet Goodbye“ hat sich nicht nur in Drum & Bass, sondern in der gesamten Dance-Szene wie ein Lauffeuer verbreitet. Remixe des Tracks kommen aus allen Ecken der Dance-Musik, und der Issey-Cross-Zug zeigt keinerlei Anzeichen, langsamer zu werden.

Issey Cross sampelte „Bitter Sweet Symphony“ von The Verve, legte ihren eindringlichen Gesang über einen Drum-&-Bass-Beat und lieferte einen der Festivalfavoriten des Genres. „Bittersweet Goodbye“ steht derzeit auf Platz 22 der Top-40-Charts.

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