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Fahrradparkservice & lokale Mobilität: Mehr Nachhaltigkeit für dein Weinfestival

So wird dein Weinfestival nachhaltiger: Biete einen sicheren Fahrradparkservice mit Reparatursets an. Senke Emissionen, entlaste den Verkehr und begeistere Gäste.

Fahrradparkservice & lokale Mobilität: Mehr Nachhaltigkeit für dein Weinfestival

Anreise mit geringer Umweltbelastung durch sichere Fahrradparkplätze und Reparatursets fördern

Bei Weinfestivals geht es seit jeher darum, die besten Früchte der Erde zu genießen. Deshalb liegt es nahe, diese Wertschätzung für die Umwelt auch auf die Anreise der Gäste auszuweiten. Wenn du Besucher dazu ermutigst, mit dem Fahrrad oder anderen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln anzureisen, kannst du den CO₂-Fußabdruck der Veranstaltung deutlich verringern und zugleich das Gemeinschaftsgefühl stärken. Mit Angeboten wie einem Fahrradparkservice mit sicheren Abstellbereichen und Reparatursets wird ein Weinfestival nicht nur nachhaltiger, sondern schafft auch ein angenehmes und stressfreies Ankommen. Dieser umfassende Leitfaden zeigt, wie Festivalveranstalter weltweit Fahrradparkservices einführen und lokale Mobilität fördern können – mit echten Beispielen und Erfahrungswerten erfolgreicher Festivals.

Warum Radfahren und eine umweltfreundliche Anreise fördern?

Vorteile für Umwelt und Gemeinschaft

Veranstalter erkennen zunehmend, dass die Anreise einen großen Teil der Umweltbelastung eines Events ausmacht. Studien zeigen, dass die An- und Abreise zum Veranstaltungsort häufig einen erheblichen Anteil der CO₂-Emissionen eines Festivals verursacht. Weniger Abhängigkeit vom Auto durch die Förderung von Radfahren, Zufußgehen oder öffentlichen Verkehrsmitteln ist eine der wirksamsten Möglichkeiten, den CO₂-Fußabdruck eines Festivals zu verkleinern. Weniger Autos bedeuten außerdem weniger Staus und Lärm in der gastgebenden Gemeinde – ein Vorteil, den Anwohner und lokale Behörden sehr schätzen.

Nachhaltige Werte sichtbar machen

Wenn du dein Weinfestival als umweltfreundlich positionierst, kann das seine Marke und Attraktivität stärken. Viele Weinregionen – vom Napa Valley in Kalifornien bis Marlborough in Neuseeland – betonen nachhaltige Landwirtschaft und natürliche Schönheit. Ein fahrradfreundliches Festival passt perfekt zu diesen Werten und zeigt, dass deine Veranstaltung die Umwelt respektiert, die Weinproduktion überhaupt möglich macht. Besucher – besonders jüngere Zielgruppen und umweltbewusste Konsumenten – nehmen solche Maßnahmen wahr. Ein Fahrradparkservice und weitere nachhaltige Initiativen können zu einem Verkaufsargument in deinem Marketing werden und zeigen, dass es bei deinem Festival nicht nur um Genuss, sondern auch um Verantwortung geht.

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Das Besuchererlebnis verbessern

Überraschenderweise kann die Förderung des Radfahrens auch das Besuchererlebnis insgesamt verbessern. Stell dir vor, Gäste fahren mit dem Fahrrad an Staus vorbei, werden am Eingang freundlich begrüßt und können ihre Räder schnell an einer Parkstation abgeben. Sie müssen sich nicht mit der Suche nach einem Parkplatz herumschlagen – bei beliebten Festivals sind Parkplätze oft knapp oder teuer – und starten den Tag positiv und voller Energie. Gleichzeitig bleibt der Festivalzugang ruhiger und sicherer, weil weniger Fahrzeuge ankommen. Dieses reibungslose Ankommen schafft eine gute Grundlage für den restlichen Veranstaltungstag.

Einen Fahrradparkservice einrichten

Ein sicherer Fahrradparkservice ist das Fundament eines fahrradfreundlichen Festivals. Er ist mehr als nur ein Fahrradparkplatz – er ist ein einladender Service, der Radfahrenden versichert, dass ihre Räder sicher stehen, bis sie wieder aufbrechen. So planst und organisierst du einen effektiven Fahrradparkservice:

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Den richtigen Standort wählen

Richte den Fahrradparkservice in der Nähe des Festivalzugangs ein, möglichst nah an den Haupteingängen. Bequemlichkeit ist entscheidend: Wenn Radfahrende Umwege machen oder sich zum Abstellen ihres Fahrrads durch Menschenmengen bewegen müssen, hätten sie genauso gut mit dem Auto kommen können. Der Bereich sollte gut sichtbar sein und über eine klare Beschilderung verfügen – zum Beispiel auffällige Banner mit der Aufschrift „Hier Fahrräder parken!“. Platziere diese auch an nahegelegenen Straßen, die zur Veranstaltung führen. Wähle idealerweise einen festen Untergrund, etwa Asphalt oder festen Rasen, der bei Regen nicht matschig wird. Plane ausreichend Platz für Warteschlangen und das Rangieren von Fahrrädern ein und trenne den Bereich aus Sicherheitsgründen von Fußwegen und Fahrzeugverkehr.

Sichere Abstellbereiche und Ausstattung

Ein guter Fahrradparkservice nutzt sichere Abstellbereiche, um Fahrräder zu ordnen und zu schützen. Praktisch bedeutet das: Stelle stabile Fahrradständer oder Absperrgitter in einem abgegrenzten Bereich auf. Mit Absperrungen oder temporären Zäunen kannst du einen einzigen Ein- und Ausgang schaffen. So lässt sich leicht kontrollieren, wer den Bereich betritt und verlässt. Jedes Fahrrad sollte entweder an einem Ständer angeschlossen oder in einem überwachten Bereich abgestellt werden, in dem das Personal die Räder kontinuierlich im Blick behält. Viele Festivals verwenden ein Nummernsystem: Bei der Ankunft befestigt das Personal eine nummerierte Marke am Fahrrad und gibt dem Gast eine passende Abholkarte – ähnlich wie bei einer Garderobe. Bei der Rückkehr zeigt der Gast die Karte vor und erhält sein Fahrrad zurück. Dieses einfache System verhindert Verwechslungen und Diebstahl und stellt sicher, dass nur der rechtmäßige Besitzer ein Fahrrad abholen kann.

Vergiss die kleinen Details nicht: Sorge bei Abendveranstaltungen für ausreichende Beleuchtung im Abstellbereich, damit Fahrräder sichtbar sind und sich Gäste beim Abholen nachts sicher fühlen. Denke auch an Wetterschutz. Wenn das Festival bei jedem Wetter stattfindet, können einige Faltzelte oder Planen zum Abdecken von Sattel und Lenker eine aufmerksame Geste sein, die Radfahrende zu schätzen wissen. So zeigst du, dass du ihre Bedürfnisse vorausgesehen hast.

Reparatursets & grundlegende Wartung

Eine Reparaturstation oder grundlegende Unterstützung bei der Fahrradwartung kann deinen Fahrradparkservice deutlich aufwerten. Nicht jeder Radfahrende wird sie brauchen, aber wer darauf angewiesen ist, wird sehr dankbar sein. Halte mindestens ein Reparaturset mit den wichtigsten Utensilien bereit: Luftpumpen mit Aufsätzen für Presta- und Schrader-Ventile, einen Satz Inbusschlüssel, Schraubendreher, ein Flickzeug, Kettenöl und einige Ersatzschläuche in gängigen Größen. Du brauchst keine vollständige Fahrradwerkstatt. Diese Grundlagen lösen jedoch die meisten Pannen unterwegs, etwa einen platten Reifen oder einen lockeren Sattel.

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Ziehe eine Zusammenarbeit mit einem örtlichen Fahrradgeschäft oder einem Radsportverein in Betracht. Vielleicht stellt dieser für einige Stunden freiwillig einen Mechaniker oder fachkundiges Personal zur Verfügung, um bei Reparaturen oder Einstellungen zu helfen. Bei einem Wein- und Food-Festival in Tasmanien arbeitete das Festival beispielsweise mit einer Fahrradinitiative zusammen, die den Parkservice betrieb. Freiwillige führten bei ankommenden Radfahrenden schnelle Checks durch, zogen Bremsen nach und pumpten Reifen auf. So konnten alle sicher auf das Festivalgelände gelangen. Solche Partnerschaften bringen Fachwissen und zusätzliche Unterstützung und verbinden das Festival zugleich mit der lokalen Fahrradgemeinschaft. Weise in deiner Kommunikation vor der Veranstaltung auf die Reparaturhilfe hin. Das kann weniger erfahrene Radfahrende darin bestärken, dass sie dein Festival problemlos mit dem Fahrrad erreichen können.

Personal und Schulung

Ein Fahrradparkservice lebt vom Einsatz der Menschen. Entscheide früh, ob du freiwillige Helfer, professionelle Parkservices oder eine Kombination aus beidem einsetzen möchtest. Viele lokale Festivals arbeiten beim Fahrradparkservice erfolgreich mit Freiwilligen, oft in Zusammenarbeit mit örtlichen Fahrradinitiativen oder Umweltgruppen. Freiwillige sind möglicherweise selbst begeisterte Radfahrende oder Nachhaltigkeitsfans und verleihen dem Service ein freundliches, kompetentes Gesicht. Wenn du mit Freiwilligen arbeitest, solltest du sie gründlich schulen und briefen. Erkläre, wie Fahrräder markiert und vorsichtig behandelt werden, damit keine Kratzer oder Schäden entstehen, und wie sie mit verschiedenen Situationen umgehen sollen – etwa wenn jemand seine Abholkarte verliert oder der Abstellbereich voll ist und zusätzliche Stellplätze benötigt werden.

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Bei größeren Festivals mit vielen Besuchern kann es sinnvoll sein, einen professionellen Fahrradparkservice zu beauftragen, sofern es einen solchen in deiner Region gibt. In Städten wie Vancouver, Melbourne oder San Francisco bieten spezialisierte Unternehmen oder gemeinnützige Organisationen Fahrradparkservices bei Veranstaltungen an. Sie bringen Ständer, Beschilderung und ein erfahrenes Team mit. Egal, ob du mit Freiwilligen oder bezahltem Personal arbeitest: Sorge zu Stoßzeiten für ausreichend Unterstützung – typischerweise bei der Öffnung des Festivals, wenn viele Radfahrende gleichzeitig eintreffen, und zum Ende, wenn alle ihre Fahrräder abholen. Plane in der letzten Veranstaltungsstunde zusätzliche Helfer ein. Ein häufiger Fehler ist, den Fahrradparkservice beim Ende zu knapp zu besetzen, was zu langen Wartezeiten bei der Abholung führt. Ein schneller und reibungsloser Abholprozess hinterlässt einen nachhaltig positiven Eindruck.

Kapazität planen

Wie viele Fahrräder erwartest du? Das hängt vom Standort deines Festivals, der Zusammensetzung des Publikums und davon ab, wie stark du die Fahrradoption bewirbst. Orientiere dich an ähnlichen Veranstaltungen: In fahrradfreundlichen Städten wie Amsterdam oder Kopenhagen können Hunderte oder sogar Tausende Fahrräder zusammenkommen. Bei einem ländlichen Weinfestival in einer stark autoorientierten Region starten vielleicht nur einige Dutzend Radfahrende. Plane Stellplätze für einen angemessenen Anteil deiner Gesamtbesucherzahl ein. Ein guter Ausgangspunkt ist eine Kapazität für 5–10 % der Gäste, besonders wenn du aktiv zum Radfahren aufforderst. Bei einem mittelgroßen Weinfestival mit 5.000 Besuchern wären das beispielsweise 250–500 Fahrradstellplätze. Etwas zusätzliche Kapazität ist besser, als Radfahrende abweisen zu müssen. Freie Stellplätze kosten nichts, aber ein voller Bereich kann Menschen abschrecken oder dazu führen, dass Fahrräder an beliebigen Zäunen und Bäumen angeschlossen werden.

Wenn dein Festival in einer dicht besiedelten Stadt oder einem Stadtpark stattfindet, kannst du diese Schätzung überschreiten, weil viele Einheimische mit dem Fahrrad kommen. Liegt der Veranstaltungsort dagegen weit draußen auf dem Land und reisen die Gäste aus entfernten Orten an, spricht das Fahrrad vielleicht nur wenige Menschen aus der näheren Umgebung an. Kenne dein Publikum und passe die Planung entsprechend an. Bei sehr großen Veranstaltungen kannst du mehrere Fahrradparkstationen einrichten – zum Beispiel einen Bereich am Nord- und einen am Südeingang –, um die Auslastung zu verteilen und die Wege vom Parkplatz zu den Eingängen zu verkürzen. Trenne den Fahrradparkbereich nach Möglichkeit vom Autoverkehr, damit Radfahrende sicher ein- und ausfahren können.

Gäste für umweltfreundliche Verkehrsmittel gewinnen

Die Infrastruktur einzurichten ist nur die halbe Arbeit. Du musst die Gäste auch informieren und motivieren, damit sie das Angebot nutzen. Eine gute Kommunikation und passende Anreize können die Zahl der Menschen, die mit dem Fahrrad oder anderen umweltfreundlichen Verkehrsmitteln anreisen, deutlich erhöhen.

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Fahrradparkservice und öffentliche Verkehrsmittel bewerben

Bewirb deinen Fahrradparkservice über alle üblichen Kanäle, in denen du das Festival vermarktest. Füge auf der Festival-Website und der Ticketinformationsseite einen Abschnitt „Anreise zum Festival“ ein, der den Fahrradparkservice hervorhebt. Erkläre, wo er sich befindet, dass die Nutzung kostenlos ist – ein kostenloses Angebot ist ausdrücklich zu empfehlen – und zu welchen Zeiten er geöffnet ist, zum Beispiel: „Öffnet eine Stunde vor Einlass und schließt eine Stunde nach Festivalende.“ Wenn du Ticket Fairy oder eine ähnliche Ticketplattform nutzt, kannst du in der Bestätigungs-E-Mail oder mobilen App daran erinnern, dass Ticketinhaber mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können. Nenne die Vorteile: „Spare dir Parkgebühren und den langen Fußweg vom Parkplatz – komm mit dem Fahrrad und nutze unseren kostenlosen Fahrradparkservice am Haupteingang!“

Nutze soziale Medien, um Vorfreude auf eine umweltfreundliche Anreise zu wecken. In den Wochen vor dem Festival könntest du ein kurzes Video veröffentlichen, das den Aufbau des Fahrradparkbereichs zeigt, oder ein Teammitglied dazu interviewen, warum es sich auf den Service freut. Stelle Partner wie einen örtlichen Radsportverein oder Sponsor vor, um die Zusammenarbeit in der Gemeinde zu zeigen. Wenn dein Festival eine Nachhaltigkeitsseite oder entsprechende Initiative hat, sollte der Mobilitätsplan dort unbedingt enthalten sein. Eine ansprechende Infografik, die zeigt, wie viele Kilogramm CO₂ eingespart werden könnten, wenn beispielsweise 100 Menschen mit dem Fahrrad statt mit dem Auto kommen, kann andere dazu inspirieren, Teil der Bewegung zu werden. Nimm außerdem Kontakt zu lokalen Fahrradgruppen auf Facebook oder in Community-Foren auf. Sie werden ihren Mitgliedern gern mitteilen, dass deine Veranstaltung fahrradfreundlich ist.

Anreize und Vorteile für Radfahrende

Manchmal reicht ein kleiner Vorteil, um die Entscheidung zwischen Fahrrad und Auto zu beeinflussen. Überlege, ob du Menschen, die mit dem Fahrrad anreisen, einen Anreiz bieten kannst. Das kann etwas Einfaches sein, etwa eine kostenlose Flasche Wasser oder ein Erfrischungsgetränk beim Einlass. Einige Festivals verteilen individuell gestaltete Anstecker oder Aufkleber mit Sprüchen wie „Ich bin mit dem Fahrrad zum Weinfest gekommen!“. So werden Radfahrende zu stolzen Botschaftern. Du könntest sie auch an einer speziellen Verlosung teilnehmen lassen, zum Beispiel: „Komm mit dem Fahrrad zum Festival und gewinne einen Wein-Geschenkkorb.“ Das bietet eine unterhaltsame Belohnung und ermöglicht dir zugleich, die Zahl der Radfahrenden anhand der Teilnahmen an der Verlosung zu schätzen.

Praxisbeispiele zeigen, dass solche Anreize funktionieren. Beim bereits erwähnten tasmanischen Food- und Weinfestival war nicht nur der Fahrradparkservice kostenlos. Radfahrende konnten sich auch für die Chance auf ein kostenloses E-Bike-Erlebnis anmelden. Diese Belohnung erregte Aufmerksamkeit und brachte die Menschen dazu, über den Fahrradparkservice zu sprechen. Bei einem anderen Beispiel arbeitete ein Musikfestival im kalifornischen Weinland mit einer lokalen Fahrradkoalition zusammen und bot einen Fahrradparkservice an. Zusätzlich erhielten Radfahrende einen speziellen Rabattgutschein für Festival-Merchandise. Solche Vorteile kosten Veranstalter nicht viel, geben Radfahrenden aber das Gefühl, wertgeschätzt zu werden.

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Öffentliche Verkehrsmittel, Shuttlebusse und Fahrgemeinschaften

Auch wenn Fahrräder im Mittelpunkt stehen, solltest du andere umweltfreundliche Verkehrsmittel nicht vernachlässigen. Viele Gäste kommen von weiter her oder fühlen sich auf dem Fahrrad nicht wohl. Sprich mit dem öffentlichen Verkehrsunternehmen deiner Stadt und prüfe, ob Bus- oder Zugfahrpläne mit den Veranstaltungszeiten abgestimmt werden können. Einige Festivals organisieren Shuttlebusse von wichtigen Orten wie Hotels, Innenstädten oder Haltestellen direkt zum Festivalzugang. Shuttlebusse können die Zahl individueller Autofahrten deutlich reduzieren. Dein Weinfestival könnte beispielsweise einen Shuttle vom nächstgelegenen Stadtzentrum oder einem beliebten Hotel anbieten, der alle 30 Minuten fährt. Wenn die Shuttlebusse elektrisch oder mit Biodiesel betrieben werden, stärkt das die Nachhaltigkeitsbilanz deiner Veranstaltung zusätzlich.

Förder Fahrgemeinschaften, indem du Gäste dazu ermutigst, in Gruppen anzureisen. Vielleicht kann dein Ticketsystem dies unterstützen, indem es einen Parkrabatt für Autos mit mindestens drei Personen anbietet. Oder du erinnerst die Gäste einfach per E-Mail: „Kommst du mit Freunden? Bildet eine Fahrgemeinschaft!“ Für diejenigen, die mit dem Auto kommen müssen, kannst du empfehlen, etwas weiter entfernt zu parken und nach Möglichkeit „Park-and-Bike“ zu nutzen. In manchen Orten arbeiten Festivals mit örtlichen Schulen oder Kirchen zusammen und nutzen deren Parkplätze ein oder zwei Kilometer entfernt. Von dort aus weisen sie auf eine schöne Fahrradroute hin oder bieten Fahrradtaxis beziehungsweise Rikschas zum Veranstaltungsort an. Dieser kombinierte Ansatz funktioniert besonders gut, wenn es in der unmittelbaren Umgebung des Festivals nur wenige Parkplätze gibt oder der Verkehr eingeschränkt ist. Er reduziert die Verkehrsbelastung in der Nähe des Geländes und bleibt trotzdem bequem.

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Wenn du eine Auswahl alternativer Verkehrsmittel anbietest – Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel, Shuttle, Fußwege und Fahrgemeinschaften –, findet wahrscheinlich jeder Gast eine passende Option. Entscheidend ist die Kommunikation: Informiere frühzeitig und sehr klar über diese Möglichkeiten, damit die Menschen entsprechend planen können. Nutze am Veranstaltungstag Beschilderungen in der Stadt, etwa „Festival-Shuttle-Haltestelle hier“, oder entlang der Fahrradrouten, zum Beispiel „1 km zum Fahrradparkservice des Weinfests!“, um die gewählten Optionen zu bestätigen und den Weg zu weisen.

Tipps für unterschiedliche Größen und Rahmenbedingungen

Jedes Festival ist einzigartig. Die Maßnahmen sollten zur Größe, zum Standort und zum Publikum der Veranstaltung passen. Hier sind einige Überlegungen für verschiedene Situationen:

Kleine lokale Weinfestivals

Bei einem kleineren Weinfestival in einer Gemeinde sind die Budgets knapper und das Publikum besteht möglicherweise überwiegend aus Einheimischen. Schon eine kleine Fahrradinitiative kann hier viel bewirken. Du brauchst vielleicht keinen vollständig besetzten Parkservice mit Uniformen und Zelt. Ein ausgewiesener Fahrradparkbereich mit einigen Ständern – oder sogar provisorische Ständer aus Seilen und Pflöcken – kann ausreichen. Einige Freiwillige oder Mitarbeiter, die zu Stoßzeiten ein Auge auf die Fahrräder haben, können für die nötige Sicherheit sorgen. Lokale Fahrradbegeisterte helfen oft gern. Sprich einen nahegelegenen Radsportverein oder eine Gruppe von Freunden an, die mit dem Fahrrad fahren und sich bei der Betreuung des Bereichs abwechseln können.

Halte es einfach, aber eindeutig: Kennzeichne den Fahrradparkbereich mit Bannern und erwähne in der Begrüßung oder im Programm, dass Gäste, die mit dem Fahrrad gekommen sind, gewürdigt werden oder einen kleinen Vorteil erhalten. In einer engen Gemeinschaft kann öffentliche Anerkennung genauso wertvoll sein wie ein materieller Anreiz. Der Moderator des Festivals könnte zum Beispiel sagen: „Wir möchten allen danken, die heute mit dem Fahrrad gekommen sind – ihr helft uns, unsere Veranstaltung nachhaltiger zu machen! Holt euch als Dankeschön am Infostand einen kostenlosen Souvenirbecher.“ Solche Gesten schaffen Wohlwollen und fördern das Verhalten auch in den folgenden Jahren.

Große Festivals und Veranstaltungen mit überregionalem Publikum

Wenn du ein größeres Festival veranstaltest oder eines, das Gäste aus vielen Regionen anzieht – etwa eine bekannte Wein- und Food-Messe oder ein Musikfestival im Weinland –, wachsen die Anforderungen und die logistischen Herausforderungen. Ein größeres Publikum bedeutet mehr potenzielle Radfahrende, aber auch höhere Anforderungen an die Infrastruktur. Bei großen Veranstaltungen solltest du den Betrieb professionalisieren: Besorge Fahrradständer mit hoher Kapazität. Es gibt Veranstaltungsständer, die Dutzende Fahrräder platzsparend aufnehmen können. Teile den Fahrradparkbereich außerdem in Abschnitte ein, etwa mit Reihen, die mit A, B und C beschriftet oder farblich gekennzeichnet sind. So können sich Personal und Gäste leichter merken, wo die Fahrräder stehen.

Bei hohem Aufkommen ist ein effizienter Check-in und Check-out entscheidend. Du könntest ein digitales Check-in-System einführen, etwa indem du ein Armband oder einen Ticket-QR-Code scannst und mit der Nummer der Fahrradmarke verknüpfst. Das beschleunigt die Abholung und liefert ein elektronisches Verzeichnis der abgestellten Fahrräder. Technologie ist jedoch nicht zwingend erforderlich, wenn du ein gut geschultes Team und ein zuverlässiges manuelles Markierungssystem hast. Wichtig ist, dass der Ablauf auch dann geordnet und schnell bleibt, wenn nach dem Festival mehrere Hundert Menschen gleichzeitig ihre Fahrräder abholen. Plane den Abholfluss: Richte eventuell mehrere Abholschlangen ein oder eine Expressschlange für Personen ohne Taschen und eine Familienschlange für Gruppen mit Kindern, um unterschiedliche Bedürfnisse zu berücksichtigen.

Denke auch an die Sicherheit. Bei einer großen Abendveranstaltung solltest du beispielsweise die Sicherheit der Radfahrenden nach dem Festival berücksichtigen. Wenn Hunderte Menschen nachts mit dem Fahrrad nach Hause fahren, kannst du dich mit der örtlichen Polizei über eine mögliche Begleitung abstimmen. Sorge zumindest für reflektierende Beschilderung und Freiwillige an wichtigen Kreuzungen. Kostenlose LED-Fahrradleuchten oder reflektierende Armbänder am Fahrradparkservice – vielleicht mit Unterstützung eines Sponsors – können Leben retten und zeigen erneut, dass dir die Gäste auch über das Festival hinaus wichtig sind.

Städtische und ländliche Veranstaltungsorte

Städtische Weinfestivals – etwa eine Veranstaltung in der Innenstadt von San Francisco oder London – können vorhandene Fahrradwegenetze und öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Das macht es leichter, Menschen davon zu überzeugen, das Auto zu Hause zu lassen. Arbeite in der Stadt nach Möglichkeit mit dem Verkehrsamt zusammen. Es kann dich vielleicht durch die Aufstellung temporärer Fahrradständer unterstützen oder sogar eine Nebenstraße für einen Fahrradparkbereich sperren. Stadtfestivals können auch Fahrradverleihsysteme einbinden. Stimme dich beispielsweise mit dem örtlichen Anbieter ab, damit die Stationen in der Nähe des Festivals ausreichend Fahrräder haben und zusätzliche Stellplätze für Rückgaben verfügbar sind. Einige Festivals vereinbaren mit Fahrradverleih-Apps Rabattcodes für die Veranstaltungszeiten.

In ländlichen oder halbländlichen Gebieten ist die Herausforderung eine andere: Die Entfernungen sind größer und die Straßen haben möglicherweise keine Fahrradwege. Konzentriere dich hier auf das Radfahren auf der letzten Meile. Ermutige Gäste, die in Unterkünften in der Nähe übernachten – etwa in einem Bed & Breakfast im selben Weintal –, von dort mit dem Fahrrad zu kommen. Wer von weiter her anreist, kann einen Teil der Strecke mit dem Auto zurücklegen und das letzte, landschaftlich schöne Stück mit dem Fahrrad fahren. Arbeite mit den vorhandenen Möglichkeiten. Vielleicht führt ein beliebter Radweg in der Nähe des Veranstaltungsorts vorbei, den abenteuerlustige Gäste nutzen können. Markiere eine sichere Route über weniger befahrene Landstraßen und stelle eine Karte bereit. Wenn das Gelände hügelig ist, wie bei vielen Weinbergen, kannst du E-Bikes empfehlen oder deren Nutzung erleichtern. Vielleicht kann ein örtlicher E-Bike-Verleih beim Festival einen Pop-up-Stand einrichten und Fahrräder an Gäste vermieten, die diese Anreise ausprobieren möchten.

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Unterschiedliche Zielgruppen berücksichtigen

Nicht alle Festivalbesucher haben dieselben Bedürfnisse. Berücksichtige, wie Radfahren und alternative Verkehrsmittel zu verschiedenen Zielgruppen passen:
Alter und körperliche Fähigkeiten: Ältere Gäste fahren möglicherweise weniger gern mit dem Fahrrad, sofern keine E-Bikes oder sehr sichere Routen verfügbar sind. Achte darauf, dass deine Kommunikation zum Radfahren niemanden ausschließt, der nicht Rad fahren kann oder möchte. Stelle es immer als eine Option dar, nicht als Pflicht. Weise auch diejenigen, die mit dem Fahrrad kommen, darauf hin, rücksichtsvoll zu fahren, wenn Fußgänger unterwegs sind. Niemand möchte auf einem schmalen Weg von rasenden Fahrrädern erschreckt werden.
Familien mit Kindern: Wenn dein Weinfestival familienfreundlich ist, denke an Eltern, die mit ihren Kindern Fahrrad fahren. Stelle am Fahrradparkservice einen Bereich für Kinderwagen oder Fahrradanhänger bereit oder erlaube Eltern, die Fahrräder ihrer Kinder ebenfalls im Abstellbereich unterzubringen. Einige kostenlose Leihschlösser für Kinderfahrräder können hilfreich sein, falls Eltern nur ein Schloss für ihr eigenes Fahrrad mitgebracht haben. Familien werden es außerdem schätzen, wenn die Fahrradroute zum Festival stark befahrene Straßen vermeidet. Falls das nicht möglich ist, warne sie davor oder schlage eine alternative, auch etwas längere Route vor.
Kultureller Kontext: In manchen Ländern ist es selbstverständlich, mit dem Fahrrad zu einer Veranstaltung zu fahren. Viele Europäer fahren regelmäßig überallhin mit dem Fahrrad, und bei Festivals in den Niederlanden oder Dänemark stehen draußen ganz selbstverständlich ganze Fahrradfelder. Anderswo kann die Anreise mit dem Fahrrad ungewöhnlich sein oder nur eine kleine Zielgruppe ansprechen. Passe deine Werbung entsprechend an. Wenn die lokale Kultur nicht besonders fahrradorientiert ist, betone den gemeinschaftlichen und unterhaltsamen Aspekt. Organisiere vielleicht eine „Fahrradparade“ zum Festival mit einem Treffpunkt in der Stadt, damit zögernde Radfahrende in der Gruppe fahren und sich sicherer fühlen können. Zeige in deinem Werbematerial Menschen unterschiedlichen Alters auf Fahrrädern, um das Radfahren zu normalisieren.
Alkohol und Sicherheit: Da es sich um ein Weinfestival handelt, musst du das naheliegende Problem ansprechen: Alkohol und Radfahren. Nach einigen Gläsern Wein Fahrrad zu fahren ist zwar sicherer als Autofahren, birgt aber weiterhin Risiken. Fördere einen verantwortungsvollen Umgang: Erinnere Radfahrende daran, ihr Weintasting einzuteilen, wenn sie später noch fahren möchten, oder eine Person als „designierten Radfahrer“ zu bestimmen, die nüchtern bleibt. Eine sinnvolle Regelung ist, Fahrräder über Nacht kostenlos im sicheren Abstellbereich zu lassen, wenn der Besitzer nicht nach Hause fahren möchte. Kommuniziere klar: „Wenn du etwas zu viel Wein genossen hast, kannst du dein Fahrrad bis morgen bei uns lassen – ohne Vorwürfe. Deine Sicherheit ist am wichtigsten.“ Vereinbare für den nächsten Morgen ein Abholfenster mit anwesendem Sicherheitspersonal, damit diese sichere Ausweichmöglichkeit besteht. Eine solche Regelung kannst du im Vorfeld bewerben. Sie zeigt, dass die Sicherheit der Gäste wichtiger ist als strikte Regeln.

Praxisbeispiele und Erkenntnisse

Erfolgreiche Beispiele können dir helfen, deinen eigenen Plan zu verbessern. Hier sind einige Beispiele verschiedener Festivals und die Erkenntnisse daraus:

  • BottleRock Napa Valley (USA): Dieses bekannte Musikfestival im kalifornischen Weinland arbeitete mit der Napa County Bicycle Coalition zusammen und bot einen kostenlosen Fahrradparkservice an. Jedes Jahr nutzen Hunderte Gäste das Angebot und vermeiden so den Verkehr auf den Straßen von Napa. Der Fahrradparkservice liegt zentral und bietet sogar grundlegende Fahrradchecks an. Erkenntnis: Partnerschaften mit lokalen Fahrradorganisationen können die Logistik effektiv abdecken und deinem Fahrradprogramm zusätzliche Glaubwürdigkeit verleihen. Selbst bei einem großen Festival, das für Gourmetessen und Wein bekannt ist, fahren viele Menschen gern mit dem Fahrrad, wenn die passende Unterstützung vorhanden ist.

  • Taste of Tasmania (Australien): Bei diesem großen Food- und Weinfestival in Hobart betreibt eine NGO, Bicycle Network Tasmania, den Fahrradparkservice während der einwöchigen Veranstaltung. Der Service ist lange geöffnet und an den Festivalplan angepasst. Außerdem gab es eine Aktion, bei der Radfahrende einen E-Bike-Verleih für einen Tag gewinnen konnten. Das Ergebnis war ein sichtbarer Anstieg der Gäste, die Jahr für Jahr mit dem Fahrrad anreisten. Erkenntnis: Lange Öffnungszeiten und die Verbindung des Services mit Festivalaktionen wie Gewinnspielen können die Nutzung steigern. Freiwillige halten die Kosten niedrig und binden die Gemeinschaft ein.

  • Glastonbury Festival (UK): Obwohl es kein Weinfestival ist, ist der Umgang von Glastonbury mit dem Radfahren in der Veranstaltungsbranche legendär. Das Festival führte die Initiative „Green Traveller“ ein. Dazu gehörten geführte Fahrradtouren aus mehreren Orten zum Festival, ein sicherer Abstellbereich und sogar ein eigener Campingplatz für Menschen, die mit dem Fahrrad anreisten. Radfahrende werden bei Glastonbury besonders begrüßt und erhalten kostenlose Ausrüstung wie Fahrradreflektoren. Erkenntnis: Große Anreize und eine durchdachte Infrastruktur – etwa separates Camping – zeigen ein starkes Engagement für nachhaltige Anreise. Ein Weinfestival braucht vielleicht keine Übernachtungsplätze, aber das Prinzip, Radfahrenden mehr zu bieten, kann die Teilnahme deutlich erhöhen.

  • Local Harvest Fair in Kalifornien (USA): Ein kleines Wein- und Erntefest im Sonoma County musste auf die harte Tour lernen, dass man auf das Radfahren vorbereitet sein muss, wenn man es bewirbt. Im ersten Jahr unterschätzten die Veranstalter die Nachfrage. Die wenigen aufgestellten Ständer waren schnell voll, und Fahrräder wurden überall am Rand des Geländes an Zäunen und Bäumen angeschlossen. Einige blockierten sogar Rettungswege. Die Veranstalter erkannten den Fehler schnell. Im folgenden Jahr vervierfachten sie die Kapazität und setzten zusätzliche Freiwillige zur Leitung der Radfahrenden ein. Erkenntnis: Plane die Kapazität großzügig und beobachte während der Veranstaltung, wie sich die Auslastung entwickelt. Wenn sich der Fahrradbereich füllt, brauchst du einen Notfallplan, etwa einen angrenzenden Bereich, in dem du zusätzliche Ständer aufstellen oder mehr Fläche abtrennen kannst. Fahrradparkplätze kurzfristig zu erweitern ist deutlich einfacher, als mit falsch abgestellten Fahrrädern umzugehen.

  • City Wine Festival in Bordeaux (Frankreich): In einer für Wein berühmten Region könnte man einen traditionellen Ansatz erwarten. Das Bordeaux Wine Festival setzte jedoch auf moderne Nachhaltigkeit und arbeitete mit dem Fahrradverleihsystem der Stadt zusammen. Gäste erhielten einen Rabattcode für den öffentlichen Fahrradverleih, um zum Veranstaltungsort am Fluss zu fahren. Dort gab es einen großen temporären Fahrradparkbereich mit Personal. Viele Besucher aus der Stadt entschieden sich für diese Option. Erkenntnis: Wenn es ein öffentliches Fahrrad- oder E-Scooter-Verleihsystem gibt, solltest du es in deinen Plan integrieren. Wenn du die Hürden „Ich besitze kein Fahrrad“ oder „Ich kann kein Fahrrad mitbringen“ beseitigst, wird das Radfahren auch für Touristen und auswärtige Festivalgäste zugänglich.

Alle diese Beispiele zeigen, dass der Kontext entscheidend ist – Stadt oder Land, kleines oder riesiges Festival. Sie zeigen aber auch, dass es für jede Situation Lösungen gibt. Der gemeinsame Nenner ist eine vorausschauende Planung und das echte Engagement für die Idee, dass ein Festival sowohl unterhaltsam als auch umweltbewusst sein kann.

Budget- und Sponsoring-Ideen

Ein Fahrradparkservice und weitere Maßnahmen für umweltfreundliche Mobilität müssen nicht teuer sein. Tatsächlich kann dies eine der kostengünstigeren Nachhaltigkeitsinitiativen sein, besonders im Vergleich zu Solaranlagen oder umfassenden Abfallmanagementsystemen. So behältst du die Kosten im Griff und findest möglicherweise zusätzliche Finanzierung:

  • Kosten schätzen: Die wichtigsten Ausgaben für einen Fahrradparkservice sind Ausstattung – Ständer, Zäune, Marken und Beschilderung – sowie Arbeitskosten für Personal oder die Koordination von Freiwilligen. Bei einer kleinen Veranstaltung kommst du vielleicht mit einigen Hundert Dollar für einfache Ständer und gedruckte Schilder aus. Größere Veranstaltungen investieren möglicherweise in Ständer mit höherer Kapazität, Funkgeräte für die Kommunikation und gebrandete Beschilderung. Das kann einige Tausend Dollar kosten. Wenn du Zäune oder ein Zelt mieten musst, rechne diese Kosten ebenfalls ein. Vergiss günstige Dinge wie Abholkarten und Armbänder für das Personal nicht. Sie sind klein, werden aber in großer Menge benötigt.

  • Lokale Sponsoren gewinnen: Umweltfreundliche Initiativen sind für Sponsoren attraktiv, weil sie ein positives Licht auf die Marke werfen. Sprich lokale Unternehmen wie Fahrradgeschäfte, Outdoor-Ausrüster, Reformhäuser oder auch Banken und Versorgungsunternehmen mit Nachhaltigkeitsprogrammen an. Ein örtliches Fahrradgeschäft könnte den Parkservice beispielsweise im Austausch für ein Banner im Fahrradparkbereich oder einen kleinen Stand mit schnellen Fahrradchecks sponsern. So erhält es direkten Zugang zu potenziellen Kunden. Ein regionales Weingut oder eine Bio-Lebensmittelmarke könnte sich als Sponsor mit dem Nachhaltigkeitsthema des Festivals verbinden. Du könntest den Bereich etwa „ Bike Valet – Wir halten unser Festival nachhaltig!“ nennen.

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  • Kommunale oder gemeinnützige Fördermittel: Einige Stadtverwaltungen oder Umweltbehörden bieten kleine Förderungen für Projekte an, die nachhaltige Mobilität fördern oder Verkehr reduzieren. Ein Weinfestival, das nachweisen kann, dass es Autofahrten verringert, könnte dafür infrage kommen. Erkundige dich bei der Stadtverwaltung oder lokalen Umweltorganisationen nach Förderprogrammen für die Gemeinde. In manchen Fällen kann die Stadt Infrastruktur bereitstellen, etwa mobile Fahrradständer aus dem Bauhof verleihen oder einige Verkehrspolizisten zur Unterstützung an stark befahrenen Kreuzungen abstellen. Sachleistungen können Kosten für zusätzliches Sicherheitspersonal sparen.

  • Freiwillige oder bezahltes Personal: Wie bereits erwähnt, können Freiwillige die Kosten deutlich senken. Denke aber daran, in die Anerkennung der Freiwilligen zu investieren. Plane T-Shirts, kostenlose Mahlzeiten oder Snacks und möglicherweise ein kleines Dankeschön ein, etwa einen Gutschein für ein lokales Geschäft oder Tickets für eine Partnerveranstaltung. Zufriedene Freiwillige sind das Rückgrat vieler Festivalservices. Wenn du Personal einstellen musst, zum Beispiel aus Versicherungs- oder Zuverlässigkeitsgründen, solltest du es bei lokalen Fahrradorganisationen oder mit einem kurzfristigen Vertrag nur für die Veranstaltungstage suchen. Lokale Kenntnisse können sehr wertvoll sein.

  • Langfristig investieren: Wenn dein Festival den Fahrradparkservice regelmäßig anbieten möchte, solltest du langlebige Ständer und Ausrüstung kaufen, statt sie jedes Jahr zu mieten. Eine anfängliche Investition in 50 hochwertige Fahrradständer kann zunächst etwas kosten, macht sich gegenüber wiederholten Mietkosten aber nach einigen Jahren bezahlt. Die Ausstattung kann jedes Jahr wiederverwendet oder an andere Veranstaltungen verliehen werden. Das schafft gutes Karma und möglicherweise gegenseitige Unterstützung. Auch ein gutes System und Schulungsmaterialien für Personal und Freiwillige sind wiederverwendbare Ressourcen, die den Ablauf jedes Jahr einfacher und günstiger machen.

Denke daran: Ausgaben für einen Fahrradparkservice sind nicht nur Kosten, sondern eine Investition in den Ruf des Festivals und das Besuchererlebnis. Ein reibungslos laufender, gut genutzter Fahrradparkservice kann indirekt Geld sparen, weil weniger große Autoparkplätze benötigt werden. Dadurch können Kosten für Miete, Beleuchtung und Sicherheitsstreifen sinken. Außerdem kann der Bedarf an Shuttlebussen oder Verkehrspersonal zurückgehen. Die positive Öffentlichkeitswirkung eines „grünen Festivals“ kann zudem Sponsoren und Gäste anziehen und letztlich dem Ergebnis des Festivals zugutekommen.

Fazit: Ein nachhaltiger Weg nach vorn

Mit einem Fahrradparkservice und der Förderung lokaler Mobilitätsangebote kannst du dein Weinfestival nachhaltig modernisieren. Hier treffen praktische Logistik und positive Kommunikation aufeinander: Du löst konkrete Probleme wie Verkehr, Parkplätze und Emissionen und erzählst zugleich eine Geschichte über die Werte deiner Veranstaltung. Wenn du sichere Fahrradparkbereiche planst, praktische Angebote wie Reparatursets bereitstellst und diese aktiv bewirbst, gibst du dem Festival eine unverwechselbare nachhaltige Note, die Gäste wahrnehmen und in Erinnerung behalten.

Oft sind es viele durchdachte Details, die außergewöhnliche Festivalveranstalter auszeichnen. Wie unser erfahrener Festivalproduzent sagen würde, Erfolg beruht sowohl auf der großen Vision als auch auf der Umsetzung der kleinen Dinge. Träume also von einem Festival, an dessen Eingang Fahrräder stehen, bei dem die Luft etwas sauberer ist und die Gäste lächeln, weil sie ihren Tag mit einer angenehmen Radtour durch das Weinland begonnen haben. Und dann setze diese Vision mit solider Planung und starken Partnerschaften um.

Mit jedem Fahrradklingeln auf deiner Veranstaltung und jedem Auto, das nicht auf der Straße ist, verringerst du nicht nur die Umweltbelastung. Du schaffst auch eine engagiertere, gemeinschaftsorientierte Atmosphäre. Auf ein nachhaltigeres Festival und zufriedene, gesunde Gäste!

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Umweltfreundliche Anreise: Die Förderung des Radfahrens und anderer nachhaltiger Verkehrsmittel kann den CO₂-Fußabdruck und die Verkehrsbelastung eines Festivals deutlich senken und deine Nachhaltigkeitsbilanz stärken.
  • Grundlagen des Fahrradparkservices: Ein sicherer, gut gelegener Fahrradparkbereich mit Check-in-System und Personal oder Freiwilligen ist entscheidend, damit Radfahrende Vertrauen in die Sicherheit ihrer Fahrräder haben.
  • Zusatzangebote sind wichtig: Reparatursets, eine Pumpe oder kleinere Wartungshilfen sowie die Möglichkeit, Fahrräder über Nacht abzustellen, zeigen, dass dir die Bedürfnisse und die Sicherheit der Radfahrenden wichtig sind.
  • Kommunikation und Anreize: Informiere vor und während der Veranstaltung klar über die Mobilitätsoptionen. Fördere das Radfahren mit Vorteilen wie kostenlosen Extras, Gewinnspielen oder Anerkennung.
  • Passend zur Größe planen: Richte deinen Fahrradparkservice und Mobilitätsplan an Größe und Standort des Festivals aus. Was bei einem kleinen lokalen Fest funktioniert, unterscheidet sich von einem großen internationalen Festival. Plane ausreichend Kapazität ein und passe sie bei Bedarf an.
  • Partnerschaften helfen: Arbeite mit lokalen Fahrradgruppen, Verkehrsunternehmen oder nachhaltigkeitsorientierten Sponsoren zusammen, um Ressourcen, Fachwissen und möglicherweise Fördermittel für Initiativen wie den Fahrradparkservice zu teilen.
  • Sicherheit und Verantwortung: Berücksichtige immer die Sicherheit der Gäste. Fördere verantwortungsvollen Alkoholkonsum bei Radfahrenden, sorge nachts für Beleuchtung und Beschilderung und plane Lösungen wie die Abholung von Fahrrädern am nächsten Tag ein.
  • Ganzheitlicher Mobilitätsplan: Das Fahrrad ist ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigeren Festivals. Verbinde es aber mit weiteren Optionen wie öffentlichen Verkehrsmitteln, Shuttles und Fußwegen, um möglichst viele Menschen einzubeziehen und den Autoverkehr maximal zu reduzieren.

Häufig gestellte Fragen

Warum sollten Weinfestivals einen Fahrradparkservice anbieten?

Die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel wie des Fahrrads reduziert CO₂-Emissionen und Verkehrsstaus deutlich. Ein Fahrradparkservice passt zu den nachhaltigen Werten vieler Weinregionen und verbessert das Besuchererlebnis, weil die Parkplatzsuche entfällt. Außerdem bleibt der Festivalzugang für die lokale Gemeinschaft sicherer und ruhiger.

Wie funktioniert ein sicherer Fahrradparkservice bei einem Festival?

Ein sicherer Fahrradparkservice funktioniert ähnlich wie eine Garderobe und nutzt einen ausgewiesenen, abgetrennten Bereich in der Nähe des Eingangs. Das Personal befestigt an jedem Fahrrad eine nummerierte Marke und gibt dem Gast eine passende Abholkarte. So kann nur der rechtmäßige Besitzer das Fahrrad abholen, während der Bereich übersichtlich bleibt.

Welche Werkzeuge gehören in ein Reparaturset für den Fahrradparkservice?

Eine einfache Reparaturstation sollte Luftpumpen mit Aufsätzen für Presta- und Schrader-Ventile, einen Satz Inbusschlüssel, Schraubendreher und Flickzeug enthalten. Kettenöl und Ersatzschläuche in gängigen Größen ermöglichen es Radfahrenden, typische Pannen wie einen platten Reifen oder einen lockeren Sattel ohne vollständige Werkstatt zu beheben.

Wie viele Fahrradstellplätze sollte ein Festival einplanen?

Festivalveranstalter sollten grundsätzlich Stellplätze für etwa 5–10 % der Gesamtbesucherzahl einplanen. Der tatsächliche Bedarf hängt jedoch vom Standort ab. Veranstaltungen in Städten oder fahrradfreundlichen Regionen benötigen möglicherweise mehr Platz als ländliche Festivals. Zusätzliche Kapazität ist besser, als Radfahrende abweisen zu müssen oder Probleme durch unerlaubt abgestellte Fahrräder zu verursachen.

Wie können Weinfestivals die Sicherheit von Radfahrenden im Zusammenhang mit Alkoholkonsum gewährleisten?

Festivals können die Sicherheit fördern, indem sie Gästen erlauben, ihre Fahrräder kostenlos über Nacht im sicheren Parkbereich zu lassen, wenn sie nicht nach Hause fahren möchten. Veranstalter sollten für den nächsten Morgen ein konkretes Abholfenster einrichten. Die Empfehlung, eine nüchterne Person als Radfahrer zu bestimmen, sowie reflektierende Ausrüstung oder Leuchten für die nächtliche Abreise erhöhen die Sicherheit zusätzlich.

Wie können Festivalgäste wirksam zum Radfahren motiviert werden?

Veranstalter können Gäste mit kostenlosen Getränken, Rabatten auf Merchandise oder der Teilnahme an speziellen Gewinnspielen bei der Ankunft zum Radfahren motivieren. Wenn diese Vorteile im Voraus beworben und mit einem kostenlosen, bequemen Fahrradparkservice verbunden werden, wird das Fahrrad zu einer attraktiven Alternative zum Auto. Park-and-Bike-Angebote helfen auch Menschen, die von weiter her anreisen.

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