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Showcase: Bau- und Rennspielzeug-Workshops auf Familienfestivals

Macht euer Familienfestival mit Bau- und Rennspielzeug-Workshops unvergesslich. Tipps zu Sicherheit, Inklusion und mehr – Technik wird zum Spiel.

Auf familienfreundlichen Festivals rund um die Welt gehört der Bau- und Rennspielzeug-Workshop zu den faszinierendsten Attraktionen. In diesen praktischen Workshops bauen Kinder – oft gemeinsam mit ihren Eltern – eigene Spielzeugfahrzeuge oder Geräte und testen sie anschließend bei freundschaftlichen Rennen oder Challenges. Das Ergebnis ist pure Magie: Die Kinder entdecken ihre innere Ingenieurin oder ihren inneren Ingenieur, haben jede Menge Spaß und die Eltern erleben, wie Bildung und Unterhaltung zusammenfinden. Dieses Konzept steht im Zentrum der weltweiten „Maker“-Bewegung – wie eine Maker Faire es formuliert: Die Magie des Selbermachens zu feiern ist der Grundpfeiler jeder einzelnen … Maker Faire lädt dazu ein, selbst Hand anzulegen, etwas Neues zu lernen und sich inspirieren zu lassen. Bau- und Rennworkshops bringen diesen Maker-Geist auf das Festivalgelände und machen MINT-Fähigkeiten zu spielerischem Vergnügen.

Bei Maker Faire Hong Kong bauten Kinder zum Beispiel eigene Mini-4WD-Modellautos und ließen sie anschließend auf einer Rennstrecke gegeneinander antreten. So erlebten sie unmittelbar den Nervenkitzel, etwas zu erschaffen, das sich wirklich bewegt. In London veranstaltete die gemeinnützige Organisation London Play einen Go-Kart-Bautag, bei dem die Kinderteams auf Stapel von Holz, Räder und Werkzeuge trafen und ihre eigenen Seifenkisten-Gokarts von Grund auf bauen konnten. Nach einigen Stunden Bauzeit folgten mehrere Vorläufe und ein großes Finale, um die schnellste Konstruktion zu küren. Wissenschaftsfestivals, Jahrmärkte und sogar Freizeitparks haben ähnliche Konzepte übernommen – von Papierflieger-Wettbewerben und selbst gebauten Raketenstarts bis zu LEGO®-Autorennen. Bei all diesen Varianten bleibt die Idee dieselbe: Gebt jungen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, mit den eigenen Händen etwas zu erschaffen, und lasst sie anschließend jubeln, wenn ihre Konstruktion im Rennen zum Leben erwacht. Der Ausdruck im Gesicht eines Kindes, wenn sein Auto über die Strecke saust oder seine Rakete in die Höhe steigt, bleibt unvergesslich.

Sicherheit zuerst: Werkzeuge, Schutzausrüstung und Aufsicht

Immer wenn Kinder und Werkzeuge zusammenkommen, muss Sicherheit an erster Stelle stehen. Gute Planung und geeignete Vorsichtsmaßnahmen lassen Kreativität ohne Unfälle aufblühen. Clevere Festivalveranstalter richten Systeme zur Ausgabe und Rückgabe von Werkzeugen ein und verlangen an jeder Workshop-Station persönliche Schutzausrüstung (PSA). Das bedeutet: Jede teilnehmende Person erhält Schutzausrüstung wie Schutzbrillen – und trägt sie auch! – und jedes potenziell gefährliche Werkzeug wird sorgfältig verwaltet. Wenn Kinder beispielsweise Hämmer, kleine Sägen oder Heißklebepistolen verwenden, sollte es eine zentrale Ausgabestelle oder eine Aufsichtsperson geben, die diese Werkzeuge nach Bedarf austeilt und direkt nach der Nutzung wieder einsammelt. Niemand sollte mit einem Werkzeug davonlaufen. An jeder Station sollte eine Betreuungsperson zeigen, wie Werkzeuge und Schutzausrüstung richtig verwendet werden, und die Gründe hinter jeder Sicherheitsregel erklären. (Kinder reagieren erstaunlich gut, wenn sie verstehen, warum Schutzbrillen oder andere Regeln wichtig sind.)

Viele Veranstaltungen starten solche Workshops außerdem mit einer kurzen Sicherheitsunterweisung für alle Teilnehmenden. So wird von Anfang an klar: Spaß und Sicherheit gehören zusammen. Führt zu Beginn jeder Session eine kurze Werkzeug-Demo durch und erklärt die wichtigsten Regeln – zum Beispiel: „Im Workshop-Bereich wird nicht gerannt“ oder „Das scharfe Ende zeigt immer von dir weg.“ Setzt außerdem auf eine altersgerechte Nutzung der Werkzeuge. Jüngere Kinder können einfache Montageschritte mit vorbereiteten Teilen übernehmen, während ältere Kinder unter enger Aufsicht anspruchsvollere Aufgaben erledigen. Stellt immer genügend Erwachsene bereit – Mitarbeitende, geschulte Volunteers oder Eltern –, damit jede junge Person beim Bauen beobachtet werden kann. Als gute Orientierung gilt: mindestens eine Aufsichtsperson pro vier bis fünf Kinder, sobald Werkzeuge im Einsatz sind. Das verhindert nicht nur Unfälle, sondern verbessert auch das Erlebnis: Kinder brauchen bei kniffligen Schritten oft Unterstützung, und verfügbare Hilfe hält den Ablauf und die Stimmung aufrecht. Ermutigt Eltern, aktiv als Assistenz mitzumachen. Das erhöht die Sicherheit und schafft ein schönes gemeinsames Erlebnis für Familien – eine Tradition wie das Pinewood Derby lebt von der Zusammenarbeit zwischen Eltern und Kindern beim Bau kleiner Rennwagen.

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Bereitet euch schließlich auf das Unerwartete vor: Haltet einen einfachen Erste-Hilfe-Kasten im Workshop-Bereich bereit und legt fest, wie ihr kleinere Verletzungen wie Schnitte oder Splitter behandelt. Wenn möglich, sollte jemand aus dem Team mit Erste-Hilfe-Ausbildung vor Ort sein. Falls euer Festival für Aktivitäten Haftungsausschlüsse benötigt, legt diese beim Check-in zur Unterschrift durch die Eltern bereit. Das ist eine weitere Gelegenheit, alle daran zu erinnern, dass Sicherheit oberste Priorität hat.

Das richtige Timing: Menschenmengen mit Vorläufen und Zeitplänen steuern

Bau- und Rennworkshops können sehr beliebt werden – schließlich möchte niemand das große Rennen verpassen. Um Überfüllung oder Situationen mit gefährlichem Gedränge zu verhindern, braucht sowohl der Bau- als auch der Rennteil eine klare Struktur. Eine wirksame Strategie ist es, Rennen in zeitlich festgelegten Vorläufen oder Runden auszutragen, statt alle gleichzeitig in einem riesigen Rennen starten zu lassen. Mehrere kleinere Rennen halten die Besucherzahl zu jedem Zeitpunkt überschaubar und geben allen Teilnehmenden einen fairen Moment im Rampenlicht. Beim oben erwähnten Londoner Gokart-Tag veranstalteten die Organisatoren beispielsweise drei Vorläufe sowie ein Halbfinale und ein Finale – nach einer Sicherheitsunterweisung zu Beginn des Tages –, statt ein einziges riesiges Rennen durchzuführen. Dadurch befanden sich jeweils nur die Teams des entsprechenden Vorlaufs und ihre unmittelbaren Familien an der Strecke, nicht die gesamte Festivalmenge.

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Ihr könnt ähnlich vorgehen, indem ihr über den Tag verteilt mehrere Rennzeiten festlegt – zum Beispiel Vorläufe am Vormittag, mittags und am Nachmittag – und sie klar im Programm ankündigt. Für die Bauphase solltet ihr mehrere Sessions anbieten, wenn ihr mehr Kinder erwartet, als gleichzeitig teilnehmen können. Wenn ihr beispielsweise Platz und Material für 20 Kinder habt, aber 60 Interessierte erwartet, bietet drei separate Workshop-Sessions an – etwa um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr – statt einer überfüllten Session. Das verhindert nicht nur Chaos, sondern gibt jedem Kind mehr Arbeitsfläche und Betreuung. Nutzt bei Bedarf ein Ticket- oder Anmeldesystem für diese Sessions. Möglich sind kostenlose Vorab-RSVPs oder Anmeldungen vor Ort in festen Zeitfenstern. Eine Online-Voranmeldung über eure Ticketing-Plattform – beispielsweise ermöglicht Ticket Fairy, Workshop-Sessions zu eurer Eventseite hinzuzufügen – hilft Familien, sich einen Platz zu sichern, und gibt euch eine verlässliche Teilnehmerzahl für die Vorbereitung. Wenn eine Voranmeldung nicht umsetzbar ist, funktionieren auch eine Anmeldeliste vor Ort oder farbige Armbänder für die verschiedenen Zeitfenster. Entscheidend ist eine klare Kommunikation: Informiert auf eurer Website, in den sozialen Medien und mit Beschilderung auf dem Festival genau darüber, wann welcher Workshop und welches Rennen stattfindet und welche Kapazitätsgrenzen gelten.

Plant auch für die Rennen selbst die Besucherlenkung. Richtet in sicherem Abstand zur Strecke einen klar abgegrenzten Zuschauerbereich ein – mit Seilen, Pylonen oder Absperrgittern. Nur Teilnehmende und notwendige Helferinnen und Helfer sollten sich im „Boxenbereich“ oder im Start-Ziel-Bereich aufhalten. Andere Zuschauerinnen und Zuschauer können hinter der Absperrung zusehen. Wenn eure Strecke lang ist oder ihr ein großes Publikum erwartet, kann ein Mikrofon oder Megafon helfen, die Rennen anzukündigen, damit niemand nach vorne drängt, um etwas zu sehen oder zu hören. Plant den Raum außerdem mit Blick auf die Besucherströme: Menschen sollten am Workshop-Bereich vorbeigehen oder ihn umrunden können, ohne in einer dichten Menge stecken zu bleiben. Setzt ein paar Mitarbeitende oder Volunteers als Besucherlenkung ein, um die Wege zu steuern und aufgeregte Zuschauer freundlich daran zu erinnern, hinter den Linien zu bleiben. Gute Besucherlenkung sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern macht das Erlebnis für alle angenehmer: Eltern können ihre Kinder tatsächlich beim Rennen sehen, und die Kinder haben genug Platz, ihre Konstruktionen zu starten, ohne um fremde Knöchel herumzumanövrieren.

Inklusiv für alle Altersgruppen und Fähigkeiten

Familienfestivals richten sich an ein breites Altersspektrum. Deshalb muss euer Bau- und Rennworkshop inklusiv sein, und ihr müsst klar kommunizieren, für wen er geeignet ist. Legt zunächst die passende Altersgruppe für eure Aktivität fest. Sind die Werkzeuge und Aufgaben für ein geschicktes fünfjähriges Kind sicher, oder eignet sich der Workshop besser ab acht Jahren? Was auch immer ihr entscheidet: Veröffentlicht eine Altersempfehlung im Festivalprogramm, auf eurer Website und auf der Beschilderung am Workshop-Eingang. Ihr könnt zum Beispiel schreiben: „Empfohlen für Kinder von 6 bis 12 Jahren. Kinder unter 8 Jahren benötigen eine erwachsene Begleitperson.“ So schafft ihr klare Erwartungen und verhindert, dass ein Kleinkind in einen Workshop für ältere Kinder gerät. Wenn Familien mit Kindern unterschiedlichen Alters teilnehmen, bietet in der Nähe eine alternative Aktivität für die ganz Kleinen an – etwa eine Malstation oder einen Duplo-Bereich neben eurem Workshop-Zelt. So sind jüngere Geschwister gut beschäftigt, während die älteren Kinder bauen.

Stellt als Nächstes sicher, dass der Workshop für alle physisch zugänglich ist. Stufenloser Zugang ist entscheidend: Findet die Aktivität in einem oberen Stockwerk statt, braucht ihr einen Aufzug oder eine Rampe; auf einer Wiese sollte es einen ebenen Zugangsweg geben. Richtet die Arbeitsplätze mit ausreichend Abstand zwischen den Tischen ein, damit Rollstühle und Kinderwagen hindurchpassen. Eine niedrigere Tischanordnung kann einem Kind im Rollstuhl die Teilnahme erleichtern. Informiert in euren Eventdetails über diese Zugänglichkeitsmerkmale. Viele moderne Festivals betonen ihr Engagement für Inklusion – St. Patrick’s Festival in Irland erklärt beispielsweise offen sein Ziel, ein Programm anzubieten, das allen die gleichen Teilhabechancen gibt. Wenn ihr in der Workshop-Beschreibung „rollstuhlgerecht“ oder „stufenloser Zugang“ erwähnt, signalisiert ihr Familien, dass sie auf eurem Festival willkommen sind.

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Inklusion bedeutet auch, dass ihr euch auf Teilnehmende mit unterschiedlichen Fähigkeiten einstellen könnt. Schult eure Mitarbeitenden oder Volunteers darin, Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu unterstützen. Wenn ein Kind in seiner Beweglichkeit oder Feinmotorik eingeschränkt ist, können Mitarbeitende oder die Eltern bei bestimmten Bauschritten helfen. Das Kind sollte dabei so weit wie möglich selbst bestimmen, damit es den Erfolg als seinen eigenen erlebt. Wenn ein Kind neurodivers ist oder schnell überfordert wird, könnt ihr eine etwas ruhigere Session anbieten – vielleicht den ersten Slot am Morgen, wenn das Festival am ruhigsten ist – oder geräuschreduzierende Kapselgehörschützer bereithalten. Solche kleinen Überlegungen können einen großen Unterschied machen. Entscheidend ist: Jedes Kind soll teilnehmen können. Wenn das große Rennen beginnt, muss auch der Zuschauerbereich Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Reserviert zum Beispiel einen Platz in der ersten Reihe für Rollstuhlnutzende, damit sie das Geschehen sehen können. Inklusion passiert nicht von allein. Sie erfordert bewusste Anstrengung, aber es ist unglaublich bereichernd, alle Kinder gemeinsam Spaß am Workshop haben zu sehen.

Budget und Material: So funktioniert es

Interaktive Workshops brauchen Material und Planung, müssen aber nicht teuer sein. Legt zunächst fest, was die Kinder genau bauen werden, und erstellt eine Liste aller Teile, die ihr für jedes Set oder Projekt benötigt. Multipliziert diese Menge anschließend mit der erwarteten Gesamtzahl der Teilnehmenden. Plant aus Sicherheitsgründen immer ein paar zusätzliche Materialsets ein. Typische Bau- und Rennprojekte sind kleine Holzautos – jedes Set könnte aus einem Holzblock, vier Rädern, Achsen und Gewichten bestehen –, ballon- oder gummibandbetriebene Autos, Papier- oder Schaumstoffraketen oder sogar kleine Segelboote für ein Rennen im Planschbecken. Manche Festivals setzen auf recycelte oder günstige Materialien, zum Beispiel Pappe, Kronkorken und Holzspieße für einfache Wagen mit Rädern. Das spart nicht nur Geld, sondern kann eurem Workshop auch einen umweltfreundlichen Aspekt geben.

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Erstellt ein eigenes Budget für den Workshop. Es sollte Werkzeuge, Material, Schutzausrüstung – zum Beispiel Dutzende kindgerechte Schutzbrillen – und besondere Ausstattung wie eine mobile Strecke oder Abschussvorrichtungen abdecken. Wenn das Budget knapp ist, sucht Sponsoren oder Partner, die sich an den Kosten beteiligen. Ein lokaler Baumarkt könnte Werkzeuge oder Holzreste spenden. Ein Spielzeug- oder Hobbyhändler könnte Sets vergünstigt bereitstellen. Gemeinnützige Organisationen können möglicherweise Fördermittel für pädagogische Familienaktivitäten anbieten. Der Gokart-Event von London Play wurde von einer Kinderstiftung finanziert, sodass die Teilnahmegebühren entfallen konnten und die Veranstaltung für Kinder aus lokalen Spielplatzgruppen kostenlos blieb, ohne dass jemand aus Kostengründen ausgeschlossen wurde. Sucht nach ähnlicher Unterstützung. Ein Dank an die Sponsoren auf eurer Festivalbeschilderung oder Website ist ein guter Ausgleich für gespendete Materialien.

Entscheidet außerdem, ob ihr eine kleine Teilnahmegebühr zur Deckung der Materialkosten erhebt. Wenn ja, sollte sie familienfreundlich bleiben – etwa 5 bis 10 Dollar oder ein entsprechender Betrag – und klar ausweisen, was die Teilnehmenden dafür erhalten: ihr fertiges Spielzeug, Schutzausrüstung zum Behalten oder Ähnliches. Oft sind solche Workshops im Eintrittspreis enthalten, um möglichst vielen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen. Wenn das Material jedoch teuer ist, kann eine geringe Gebühr oder ein vorheriger Online-Anmeldeprozess für das Event dazu beitragen, dass angemeldete Personen tatsächlich erscheinen.

Vergesst bei der Logistik nicht die kleinen Dinge: Scheren, Klebeband, Klebstoff, Stifte zum Dekorieren, zusätzliche Batterien für motorisierte Spielzeuge – und reichlich Ersatzteile. Kinder lassen Schrauben fallen, verlieren Gummibänder oder machen versehentlich etwas kaputt. Haltet deshalb Ersatz bereit. Plant auch die Reinigung danach: Stellt Müll- und Recyclingbehälter ins Zelt und bringt eventuell einen Besen für verstreute Reste mit. Bei Outdoor-Events solltet ihr ein Pop-up-Zelt oder einen Pavillon als Sonnenschutz einplanen, der außerdem leichten Regen von den Basteltischen fernhält. Niemand möchte nasses Papier oder Holzleim, der wegen der Luftfeuchtigkeit nicht trocknet. Wenn ihr Heißklebepistolen oder Bohrmaschinen verwendet, braucht ihr möglicherweise Strom. Verlegt Kabel dann sicher – abgeklebt oder abgedeckt –, damit niemand darüber stolpert, oder nutzt kabellose Werkzeuge.

Denkt zuletzt an den Aufbau der Rennstrecke. Wenn ihr eine Rampe oder Strecke verwendet, muss sie stabil und sicher sein. Testet sie vor dem Festival gründlich. Nichts ist ärgerlicher, als am Veranstaltungstag festzustellen, dass die Strecke zu instabil ist oder die Autos nicht geradeaus rollen. Wenn ihr Wasserraketen oder andere Objekte einsetzt, die unvorhersehbar fliegen können, richtet eine Sicherheitszone ein und richtet die Starts von den Menschen weg. All diese Punkte gehören auf eure Planungsliste und ins Budget – etwa die Kosten für das Mieten eines Bauzauns für den Raketenstartbereich. Je mehr Aufwand ihr in die Vorbereitung steckt, desto reibungsloser läuft der Workshop am Veranstaltungstag.

Spaß und Lernen verbinden

Das Wort „Rennen“ klingt nach Wettbewerb. Bei einem Familienfestival sollte der Schwerpunkt jedoch auf Spaß und Lernen liegen, nicht auf verbissenem Konkurrenzdenken. Gestaltet Workshop und Rennen so, dass die Anstrengung jedes Kindes gewürdigt wird. Ihr könnt mehrere Preise oder Urkunden vergeben: nicht nur für die schnellste Person, sondern auch für Kategorien wie „kreativstes Design“, „bestes Teamwork“ oder „Publikumsliebling“. So hat jede teilnehmende Person die Chance, sich als Gewinnerin oder Gewinner zu fühlen. Schon die Ansage des Namens und eine Gratulation beim Zieleinlauf können einem Kind das Gefühl geben, etwas Besonderes geleistet zu haben.

Haltet die Stimmung während der Bauphase locker und unterstützend. Spielt im Hintergrund fröhliche, kinderfreundliche Musik. Fördert das Miteinander – lasst die Kinder in kleinen Teams arbeiten oder sich gegenseitig helfen, besonders wenn das Projekt komplex ist. Herumgehende Betreuungspersonen sollten positives Feedback geben („Das ist ein cleveres Design!“) und vorsichtig unterstützen, wenn jemand nicht weiterkommt oder frustriert ist. Achtet darauf, dass niemand zurückbleibt. Wenn ein Kind früh fertig ist, könnt ihr es auffordern, eine Dekoration hinzuzufügen oder das Design zu verbessern, statt es sich zu langweilen zu lassen, während die anderen aufholen.

Bezieht auch den Bildungsaspekt ein – schließlich macht ihr aus Ingenieurwesen spielerisches Lernen. Streut ganz natürlich kleine Lerneinheiten ein. Während die Kinder bauen, könnte eine Betreuungsperson zum Beispiel fragen: „Wir haben vorne viele schwere Teile am Auto. Wie wird sich das wohl auf seine Geschwindigkeit auswirken?“ So denken die Kinder über Konzepte wie Gewichtsverteilung oder Aerodynamik nach. Haltet es locker und unterhaltsam, nicht wie einen Vortrag. Das Lernen entsteht ganz natürlich durch das Tun. Manche Festivals arbeiten mit lokalen Wissenschaftsmuseen oder MINT-Pädagoginnen und -Pädagogen zusammen, um diese Workshops gemeinsam zu veranstalten und sicherzustellen, dass die Inhalte ebenso bereichernd wie unterhaltsam sind.

Wenn es ans Rennen geht, sorgt für Spannung! Spielt vielleicht einen „Auf die Plätze, fertig, los!“-Sound ab oder lasst das Publikum gemeinsam herunterzählen. Betont aber auch Fairplay. Erinnert alle daran, dass es vor allem um den Spaß geht. Feuert jede Person an und feiert jeden Lauf. Wenn eine Konstruktion nicht wie erwartet funktioniert – etwa das Auto stehen bleibt oder ein Rad abfällt –, bietet nach einer schnellen Reparatur einen Neustart an oder stellt ein „Boxenteam“ bereit, das hilft. Das Ziel ist, dass jedes Kind das Rennen mit einem Lächeln und einem Gefühl von Erfolg beendet – unabhängig vom Ergebnis.

Bezieht nach Möglichkeit auch die größere Community in den Spaß ein. Wenn ihr die Ressourcen habt, könnt ihr das Finale livestreamen oder filmen und in den sozialen Medien eures Festivals teilen. Das ist gute PR und ermöglicht es stolzen Verwandten, die nicht vor Ort sind, den Kindern zuzusehen. Oder ladet VIPs des Festivals ein – vielleicht eine lokale Berühmtheit oder die Bürgermeisterin beziehungsweise den Bürgermeister –, das Finale mit einer Flagge zu starten oder die Preise zu überreichen. Kinder freuen sich oft besonders über einen Auftritt eines Ehrengasts. Solche kleinen Details können das Erlebnis aufwerten und das Familienprogramm eures Festivals ins Rampenlicht rücken.

Nach dem Festival: Das Spielen zu Hause fortsetzen

Nur weil der Festivaltag vorbei ist, müssen Spaß und Lernen nicht enden. Eine hervorragende Möglichkeit, den Wert eures Bau- und Rennworkshops zu erhöhen, ist, den Kindern Anleitungen oder Sets für zu Hause mitzugeben, damit sie weiter tüfteln können. Wenn alle beim Event beispielsweise ein einfaches ballonbetriebenes Auto gebaut haben, gebt ein Blatt mit Ideen mit, wie sie das Auto schneller machen können, oder fordert sie auf, aus Haushaltsmaterialien ein neues zu bauen. Fügt eine Liste der benötigten Dinge hinzu – möglichst alltägliche Materialien wie Papprollen und Kronkorken – sowie einen einfachen Bauplan.

Manche Events geben auch kleine Goodie-Bags oder Sets als Preise oder Teilnahmegeschenke aus – etwa zusätzliche Bauteile oder ein anderes MINT-Spielzeug zum späteren Zusammenbauen. Beim LEGO®-Event „Build the Thrill“ in Hong Kong wurden Familien ermutigt, im Geschenkeladen ein LEGO-Rennwagen-Set mitzunehmen, um das Erlebnis zu Hause fortzusetzen. Einen ähnlichen Follow-up könnt ihr auch ohne Geschenkeladen anbieten: Schickt den Teilnehmenden nach dem Festival digitale Ressourcen per E-Mail – „Danke, dass ihr dabei wart! Hier ist ein Link zu weiteren spannenden DIY-Projekten, die ihr …“ –, wenn ihr bei der Anmeldung E-Mail-Adressen gesammelt habt, oder stellt die Materialien auf eurer Festival-Website bereit.

Wenn ihr das Spielen über das Festival hinaus verlängert, wird aus einer eintägigen Aktivität eine nachhaltige Erfahrung. Kinder können das Gelernte weiterentwickeln: Heute ist es ein einfaches Spielzeugauto, morgen weckt es vielleicht Interesse an Maschinenbau oder Design. Eltern werden es sicher schätzen, dass ihr euch besonders darum bemüht habt, die Veranstaltung lehrreich zu gestalten. Wenn ihr Möglichkeiten bietet, den Spaß fortzusetzen, bleibt euer Festival außerdem länger im Gedächtnis der Familien – und vielleicht motiviert ihr sie, im nächsten Jahr wiederzukommen. Bittet die Teilnehmenden, ihre Kreationen für zu Hause mit einem Festival-Hashtag in den sozialen Medien zu teilen. So baut ihr eine Online-Community rund um euer Eventpublikum auf und könnt den Erfolg eures Workshops zeigen.

Inspiration aus der Praxis

Festivals auf der ganzen Welt verwandeln Ingenieurwesen auf kreative Weise in spielerisches Lernen. Maker Faire-Events leben beispielsweise von interaktiven Bauprojekten. Im Laufe der Jahre haben Maker Faires von Kalifornien bis Singapur alles von selbst gebauten Roboterkämpfen bis zu Mini-Autorennen präsentiert und damit bewiesen, dass praktisches Selbermachen alle Altersgruppen anspricht. In Neuseeland richtet das jährliche ILT Kidzone Festival einen „Buildzone“-Bereich ein, in dem Kinder hohe Bauwerke und aufwendige Murmelbahnen konstruieren. Das zeigt, wie Bauspiele zu einer Hauptattraktion auf einem Familienfestival werden können. Große familienorientierte Festivals wie Camp Bestival im Vereinigten Königreich bieten häufig Wissenschafts- und Bastelzelte von Partnern wie STEAM Co. oder Wissenschaftsmuseen an. Dort bauen Kinder Raketen, Brücken oder andere Konstruktionen. Auch Jahrmärkte und Stadtteilfeste machen mit. Einige haben Rennen im Stil des Pinewood Derby oder „Bauen und Mitnehmen“-Bastelbereiche integriert, um Kinder über die üblichen Fahrgeschäfte und Spiele hinaus einzubeziehen.

Alle diese Beispiele unterstreichen eine gemeinsame Erkenntnis: Interaktive Workshops erfordern Aufwand und Planung, hinterlassen aber einen starken Eindruck. Sie machen aus passiven Festivalgästen aktive Teilnehmende und aus einem Ausflug eine prägende Erfahrung. Wer von diesen Erfolgen aus der Praxis lernt, kann die nächste Generation von Festivalveranstalterinnen und -veranstaltern inspirieren, den Staffelstab weiterzutragen – und Kreativität, Bildung und Freude gleichermaßen zu fördern.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Sicherheit hat in jedem Schritt Priorität: Stellt allen Teilnehmenden PSA wie Schutzbrillen zur Verfügung, beaufsichtigt die Werkzeugnutzung eng und beginnt mit einer klaren Sicherheitsunterweisung, die die Grundregeln festlegt. Orientiert euch dabei an den Sicherheitstipps für das Pinewood Derby und den Workshop-Protokollen von London Play.
  • Steuert die Besucherströme: Nutzt feste Zeitfenster und Vorläufe, um Überfüllung zu verhindern. Versetzt Bau-Sessions und Rennzeiten, damit alle bequem teilnehmen und zuschauen können – eine Strategie, die bei den Gokart-Vorläufen von London Play erfolgreich eingesetzt wurde.
  • Kennt euer Publikum und berücksichtigt seine Bedürfnisse: Kommuniziert die passende Altersgruppe für euren Workshop und stellt sicher, dass der Raum zugänglich ist – mit stufenlosem Zugang und rollstuhlgerechter Gestaltung. Passt die Aktivitäten so an, dass Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten teilnehmen können, im Einklang mit den Zielen inklusiver Festivalzugänglichkeit.
  • Plant Ressourcen und Budget: Beschafft ausreichend Material und Werkzeuge für alle Teilnehmenden, inklusive Ersatz, und sucht Sponsoren oder erhebt bei Bedarf eine kleine Gebühr zur Kostendeckung. Bereitet den Veranstaltungsort frühzeitig mit der richtigen Ausstattung – Tische, Strom, Strecke – und geeigneten Sicherheitsmaßnahmen vor, ähnlich wie London Play die Kosten abdeckt.
  • Macht es unterhaltsam und lohnend: Stellt kreatives Lernen über den Wettbewerb. Vergebt mehrere Preise oder Anerkennungen, damit jedes Kind stolz auf seine Leistung sein kann, und sorgt für eine unterstützende, positive und motivierende Atmosphäre. Musik, Teamwork und engagierte Mitarbeitende helfen dabei.
  • Verlängert das Erlebnis: Gebt Familien Anleitungen oder Sets für zu Hause mit, damit sie die Spiel- und Lernreise fortsetzen können. Das festigt die Wirkung des Workshops und hält das Festivalerlebnis auch nach dem Event in den Köpfen der Kinder lebendig – ähnlich wie die Empfehlungen von LEGOLAND für zu Hause.

Mit sorgfältiger Planung und echtem Engagement für die Community können Bau- und Rennspielzeug-Workshops zu einem festen Bestandteil jedes familienfreundlichen Festivals werden – sie inspirieren junge Köpfe und schaffen unvergessliche Erinnerungen, ein selbst gebautes Rennfahrzeug nach dem anderen.

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