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Stimmung und Luftfeuchtigkeit: Holzblasinstrumente bei Folk-Festivals im Freien schützen

Luftfeuchtigkeit und Hitze können Holzinstrumente bei Outdoor-Festivals stark belasten – erfahrene Veranstalter zeigen, wie sie sicher, stimmstabil und klangvoll bleiben.

Bei Folk-Festivals im Freien stehen oft die vollen Klänge von Akustikgitarren, Geigen, Celli, Mandolinen und anderen Holzinstrumenten im Mittelpunkt. Diese Instrumente reagieren jedoch sehr empfindlich auf Wetterbedingungen. Temperaturschwankungen und unterschiedliche Luftfeuchtigkeit können eine perfekt gestimmte Geige schnell verstimmen oder sogar eine wertvolle Gitarre dauerhaft beschädigen. Damit die Auftritte hervorragend klingen und die wertvollen Instrumente geschützt bleiben, müssen Festivalveranstalter die Umweltbedingungen aktiv steuern. Dieser umfassende Leitfaden enthält bewährte Tipps, wie Holzinstrumente im Freien sicher bleiben und optimal klingen – von der Klimakontrolle bis zur Kommunikation mit den Künstlern.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur überwachen

Beim Schutz von Instrumenten kann das Wetter der beste Freund oder der schlimmste Feind eines Festivals sein. Hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze lassen Holz quellen, verziehen Instrumente und sorgen dafür, dass sie falsch klingen. Zu trockene Luft hingegen macht Holz spröde und anfällig für Risse und strukturelle Schäden. Ideale Bedingungen: Holzinstrumente fühlen sich bei Bedingungen am wohlsten, die auch Menschen angenehm finden – etwa 35 bis 60 % relative Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um 18–24 °C (65–75 °F), wie in der Untersuchung von Acoustic Music zu den Umgebungsbedingungen für Instrumente empfohlen.

Hygrometer verwenden: Ein guter Folk-Festivalveranstalter hat vor Ort immer ein zuverlässiges Hygrometer und ein Thermometer. Werden sie hinter der Bühne oder in Instrumentenlagern aufgestellt, kann das Team die Bedingungen in Echtzeit verfolgen. Bei einem Folk-Festival in großer Höhe in New Mexico überwachten die Veranstalter beispielsweise stündlich die Luftfeuchtigkeit. Sobald sie unter 30 % fiel, stellten sie im Künstlerbereich mobile Luftbefeuchter auf, damit die Gitarren nicht austrockneten.

Wetterveränderungen im Blick behalten: Das Klima im Freien kann sich schnell ändern – die Mittagssonne kann die Luftfeuchtigkeit stark sinken lassen, während Abendnebel die Luft durchfeuchtet. Das Festivalteam sollte Wetterwarnungen abonnieren und die Bedingungen regelmäßig prüfen. Wenn eine plötzliche Hitzewelle oder ein Regenschauer bevorsteht, muss es bereit sein zu handeln, etwa indem es Instrumente ins Trockene bringt oder Soundchecks verschiebt. Durch vorausschauende Überwachung lassen sich Probleme erkennen, bevor die Instrumente Schaden nehmen. Die Umgebung anzupassen ist deutlich einfacher, als eine gerissene Geige zu reparieren.

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Koffer griffbereit halten

Instrumentenkoffer sind die erste Schutzlinie gegen die Elemente. Ermutigt Künstler und Bühnenteams, Hartschalenkoffer oder gut gepolsterte Gigbags immer griffbereit zu halten, sobald die Instrumente nicht benutzt werden. Ein hochwertiger Koffer schützt vor schnellen Schwankungen bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur – wie ein schützender Kokon, der plötzliche Veränderungen verlangsamt. Wenn eine Mandoline beispielsweise in einem klimatisierten Tourbus war und gleich an einem heißen, schwülen Festivalnachmittag nach draußen gebracht wird, kann sie sich im Koffer allmählich an die Umgebung gewöhnen. Das reduziert den Stress für das Holz.

Lange Exposition vermeiden: Sobald ein Soundcheck oder Auftritt vorbei ist, gehören die Instrumente zurück in ihre Koffer. Musiker stellen ihre Gitarre auf der Bühne vielleicht gern auf einen Ständer, doch schon wenige Minuten in direkter Sonne können das Holz stark erhitzen und sogar den Leim eines Instruments aufweichen, sodass sich Verbindungen lösen. Ebenso können unerwarteter Nieselregen oder starker Abendtau in die Holzporen eindringen. Schult Stagehands oder Artist Liaison dafür, die Koffer seitlich an der Bühne bereitzuhalten und die Künstler an ihre Nutzung zu erinnern. Bei einem Bluegrass-Festival in Australien galt die Regel, dass jedes unbeaufsichtigte Instrument im Koffer liegen musste – eine Maßnahme, die während eines überraschenden Regengusses am Mittag mehrere Gitarren rettete.

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Luftbefeuchter für Koffer: Viele Profis bewahren Luftbefeuchter-Packs für Instrumente oder Dampits in ihren Koffern auf, besonders bei Gitarren, Geigen und Ukulelen. Als Veranstalter könnt ihr einen Vorrat solcher Packs zur Feuchtigkeitsregulierung bereithalten, um sie auszugeben oder auszuleihen. An trockenen Orten wie Arizona oder Rajasthan werden Künstler diese zusätzliche Unterstützung zu schätzen wissen. Im Notfall kann sogar ein einfacher Zip-Beutel mit einem feuchten Schwamm, in den Löcher gestochen wurden, in einem Koffer helfen, die Feuchtigkeit zu halten. Achtet aber darauf, dass nichts ausläuft – niemand möchte Wasser im Koffer haben!

Schattige, sichere Stimmbereiche einrichten

Musikern einen angenehmen Ort zum Stimmen und Aufwärmen zu geben, ist nicht nur eine Frage der Höflichkeit – es schützt ihre Instrumente. Richtet in Bühnennähe einen schattigen, sicheren Stimmbereich für die Künstler ein. Das kann ein kleines Überdachungszelt oder ein Bereich hinter der Bühne sein, der vor direkter Sonne, Wind und Staub geschützt ist. Der Bereich sollte sicher sein, also nur Künstlern und Crew offenstehen. So können Instrumente kurz auf einem Ständer stehen, ohne dass Diebstahl oder unerwünschte Eingriffe drohen.

Vor Sonne und Hitze schützen: Direkte Sonne ist der Feind von Holzinstrumenten. Intensive Sonneneinstrahlung kann Instrumente überhitzen. Dadurch dehnt sich das Holz aus und Leimverbindungen können schwächer werden oder sich öffnen – ein Risiko, das in der Analyse von Classic FM zu Instrumenten bei extremen Temperaturen hervorgehoben wird. Platziert Stimmbereiche deshalb unter Bäumen, Zelten oder einer provisorischen Überdachung. Bei einem Folk-Festival in Indonesien bemerkten die Veranstalter, dass Geiger in der Sonne Schwierigkeiten beim Stimmen hatten. Sie stellten daraufhin ein belüftetes Zelt mit Ventilatoren auf, in dem alle Streicher ihre Instrumente vorbereiten konnten. Das Ergebnis waren weniger Stimmprobleme und zufriedenere Musiker.

Ruhig und klimatisiert, wenn möglich: Idealerweise liegt der Stimmbereich abseits von Lautsprechern und dichtem Publikumsverkehr, damit die Künstler ihre Instrumente beim Stimmen gut hören können. Wenn das Budget es erlaubt, stellt an heißen Tagen elektrische Ventilatoren oder sogar eine mobile Klimaanlage bereit. In sehr feuchten Regionen, etwa im tropischen Singapore oder während der Monsunzeit an der Küste Indiens, können ein Luftentfeuchter oder Silicagel-Packs überschüssige Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen. In kühleren Klimazonen kann ein einfacher Heizlüfter in der Nähe des Stimmbereichs die Kälte abmildern und verhindern, dass sich Instrumente zu schnell zusammenziehen. Entscheidend ist eine sanfte Mikro-Umgebung für das Holz: nicht zu heiß, nicht zu trocken und unbedingt schattig.

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Luftbefeuchter, Tücher und Ersatzteile bereitstellen

Selbst bei perfekter Überwachung und ausreichend Schatten brauchen Instrumente während eines Festivals im Freien manchmal etwas Pflege. Clevere Festivalveranstalter stellen ein Instrumentenpflege-Set zur Nutzung durch die Künstler zusammen. Das gehört hinein:

  • Mobile Luftbefeuchter für Instrumente: Kleine Schallloch-Luftbefeuchter für Gitarren oder Luftbefeuchter-Röhrchen für Geigen können bei sinkender Luftfeuchtigkeit entscheidend sein. An extrem feuchten Orten helfen umgekehrt einige Trockenmittel-Packs. Die Luftfeuchtigkeit der Umgebung zu kontrollieren ist zwar besser, doch ein Instrument über Nacht mit einem Trockenmittel im Koffer aufzubewahren, kann manchmal verhindern, dass es aufquillt.
  • Mikrofasertücher: Künstler müssen ihre Instrumente häufig abwischen. Schweiß, Feuchtigkeit und Kolophonium bei Geigern können sich ansammeln. Ein kurzes Abwischen mit einem weichen Tuch verhindert, dass Feuchtigkeit in das Holz eindringt oder Metallsaiten und Beschläge korrodieren. Stellt hinter der Bühne ausreichend saubere, trockene Tücher bereit. Tipp: weiße oder helle Tücher sind am besten – sie geben keine Farbe oder Fusseln an die Oberfläche des Instruments ab.
  • Ersatzwirbel und Ersatzteile: Hitze und Trockenheit können hölzerne Wirbel schrumpfen und sich lockern lassen, während extreme Luftfeuchtigkeit Wirbel aufquellen und stark klemmen lassen kann, wie in Beekman Violins Leitfaden zur saisonalen Wartung erklärt wird. Beide Szenarien führen zu Problemen beim Stimmen. Einige gängige Ersatzteile – etwa Wirbel für Geige oder Cello, Stegstifte für Gitarren und Mandolinen sowie zusätzliche Stegeinlagen oder Sättel – können äußerst hilfreich sein. Bei einem sommerlichen Celtic-Festival in Kanada hielt beispielsweise der Friktionswirbel einer Geige die Stimmung nicht, weil die trockene Luft ihn ständig rutschen ließ. Zum Glück trug ein anwesender Geigenbauer im Reparaturzelt Wirbelpaste auf und setzte einen etwas größeren Ersatzwirbel ein. So konnte der Auftritt stattfinden.
  • Zusätzliche Saiten und Zubehör: Haltet immer Saiten in verschiedenen Stärken bereit – für Gitarre, Geige, Banjo und andere Instrumente – sowie Plektren, Kolophonium und Instrumentengurte. Saiten können aus vielen Gründen reißen, doch Wetterveränderungen, besonders schnelle Temperaturschwankungen, können manchmal die Ursache sein. Künstler bringen normalerweise eigene Ersatzsaiten mit, aber im Tourstress gehen sie leicht aus oder es wird der falsche Satz gegriffen. Die Vorbereitung eures Festivals kann den Tag retten, wenn dem Mandolinenspieler kurz vor seinem Auftritt zwei Saiten reißen.

Bei größeren Festivals solltet ihr einen Instrumententechniker vor Ort engagieren oder mit ihm beziehungsweise einem örtlichen Musikgeschäft zusammenarbeiten. Ein erfahrener Gitarrentechniker oder Geigenbauer mit einer Werkbank hinter der Bühne kann Notfälle – vom erneuten Verleimen eines abgehobenen Stegs bis zur Reparatur eines verzogenen Halses – deutlich schneller beheben, als wenn Künstler das Gelände verlassen müssen. Diese Unterstützung ist für auftretende Künstler eine große Entlastung, besonders für international reisende, die keine umfangreichen Reparatursets mitbringen können.

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Bei extremer Hitze oder Luftfeuchtigkeit den Zeitplan anpassen

Flexibilität bei der Planung kann Instrumentenschäden bei den schwierigsten Wetterbedingungen verhindern. Wenn die Prognose für bestimmte Tageszeiten einen Hitzeschub, einen Höhepunkt der tropischen Luftfeuchtigkeit oder andere extreme Bedingungen vorhersagt, passt den Auftrittsplan entsprechend an. Der Schutz von Künstlern und Instrumenten ist wichtiger, als starr am ursprünglichen Zeitplan festzuhalten – das Publikum wird Verständnis haben, wenn dadurch der Klang besser und die Bedingungen sicherer werden.

Die heißeste Tageszeit vermeiden: An vielen Orten, etwa im Mittelmeerraum, im Süden der USA oder während des australischen Sommers, kann der frühe Nachmittag bei niedriger Luftfeuchtigkeit unerträglich heiß sein. Plant besonders empfindliche Acts wie Sologeiger oder Akustikgitarren-Duos lieber für den frühen Abend oder späten Vormittag statt für 14 Uhr ein. Einige Folk-Festivals in Spanien und Mexico planen beispielsweise während der heißen Nachmittagspause eine „Siesta“ oder einen Workshop ein und setzen die Konzerte auf der Hauptbühne fort, sobald der Tag abkühlt.

Sets kürzen und aufteilen: Wenn sich die Uhrzeit nicht ändern lässt, passt die Struktur des Sets an. Während eines plötzlichen Temperaturanstiegs auf 38 °C (100 °F) bei einem Folk-Festival in Texas teilten die Veranstalter beispielsweise ein 60-minütiges Akustikset in zwei 30-minütige Hälften mit einer 15-minütigen Pause dazwischen. So konnten sich die Streicher in die Klimaanlage zurückziehen und ihre Instrumente neu stimmen, statt eine Stunde lang mit zunehmend schlechter Stimmung auf der Bühne durchzuhalten. In der zweiten Hälfte waren Musiker und Instrumente ausreichend abgekühlt, um bequem aufzutreten.

Gesundheit und Flüssigkeitszufuhr: Denkt daran: Instrumentenpflege und Künstlerbetreuung gehören zusammen. Extreme Hitze oder Luftfeuchtigkeit, die den Leim einer Gitarre gefährdet, kann auch die Gesundheit des Musikers beeinträchtigen. Stellt sicher, dass die Künstler genug trinken und Schatten haben. Ein ohnmächtiger Geiger oder eine gerissene Geige – beides kann eine Show aus dem Takt bringen. Die beste Anpassung des Zeitplans kann manchmal eine längere Pause oder eine Verlegung in einen Innenraum sein, wenn die Bedingungen unsicher werden.

Künstler frühzeitig über Instrumentenpflege informieren

Der vielleicht wichtigste Schritt ist Information und Kommunikation, bevor das Festival überhaupt beginnt. Erfahrene Festivalveranstalter teilen Umweltinformationen und Tipps zur Instrumentenpflege lange im Voraus mit den Künstlern, normalerweise im Willkommenspaket für Künstler oder per E-Mail während der Vorbereitungsphase. Geht nicht davon aus, dass jeder Künstler Erfahrung mit eurem lokalen Klima hat – ein Oud-Spieler aus dem feuchten Bali könnte von der Trockenheit eines Bergfestivals in Colorado überrascht sein, und ein Geiger aus London ist vielleicht nicht auf die grelle Sonne einer Open-Air-Bühne in New Delhi vorbereitet.

Klimadetails in die Vorabinformationen aufnehmen: Beschreibt klar, welches Wetter an den Festivaltagen typisch oder zu erwarten ist. Zum Beispiel: „Tagsüber Höchstwerte um 30 °C bei 70–80 % Luftfeuchtigkeit; nachts kann die Temperatur auf 15 °C fallen, mit Tau.“ Mit diesen Informationen können Künstler passende Ausrüstung einpacken, etwa Luftbefeuchter für Koffer oder ein Ersatzinstrument, das sie weniger ungern den Bedingungen aussetzen. Findet euer Festival während einer bekanntermaßen wechselhaften Jahreszeit statt, etwa der Regenzeit in Indien oder der Hurrikansaison in der Karibik, informiert über Notfallpläne und ermutigt die Künstler, Regenschutz oder wasserdichte Koffer mitzubringen.

Best Practices teilen: Stellt eine Liste mit Tipps und bewährten Methoden für die Instrumentenpflege vor Ort bereit. Dazu können Hinweise gehören wie: Instrument bei Nichtgebrauch im Koffer lassen; zum Stimmen das schattige Stimmszelt nutzen; Instrument nach jedem Set abwischen; Instrumente nicht in geparkten Autos oder in direkter Sonne liegen lassen; vor dem Auftritt zusätzliche Zeit zum Stimmen einplanen und so weiter. Wenn diese Empfehlungen von den Festivalveranstaltern kommen, wissen die Künstler, dass euch der Schutz ihrer Instrumente wichtig ist – und halten sich eher daran.

Kommunikation in beide Richtungen: Holt auch die Einschätzungen der Künstler ein. Fragt, ob sie besondere Anforderungen oder Bedenken bezüglich ihrer Instrumente haben. Manche benötigen vielleicht einen Luftbefeuchter im Künstlerbereich oder einen sicheren Lagerplatz über Nacht für ein unersetzliches Vintage-Instrument. Wenn ein Künstler sagt: „Meine Harfe darf auf keinen Fall in die direkte Sonne“, könnt ihr die Bühnenposition oder den Zeitplan so planen, dass der Auftritt in der Dämmerung oder unter einem Dach stattfindet. Diese Bedürfnisse im Voraus zu berücksichtigen ist deutlich einfacher, als spontan darauf zu reagieren. Einige erfahrene Künstler nehmen sogar wetterbezogene Klauseln in ihre Verträge auf, etwa eine Höchsttemperatur oder eine alternative Indoor-Option für den Fall, dass sich die Bedingungen verschlechtern. Wer solche Vorgaben früh kennt, kann sie berücksichtigen und kurzfristige Überraschungen oder Absagen vermeiden.

Offene Kommunikation schafft Vertrauen und sorgt dafür, dass beim Festivalstart alle auf demselben Stand sind.

Fallbeispiel – internationale Zusammenarbeit: Stellt euch vor, eine kanadische Folkband und eine balinesische Gamelan-Gruppe treten bei einem Festival in Singapore auf. Die Kanadier wissen vielleicht nicht, wie sich die tropische Luftfeuchtigkeit auf ihre Geige auswirkt, während die Balinesen möglicherweise nicht bedenken, dass ein klimatisierter Proberaum in einem Innenbereich, falls vorhanden, ihre hölzernen Schlaginstrumente austrocknen kann. Wenn beide Gruppen vorab Informationen erhalten, können sie sich vorbereiten: Der Geiger bringt einen zusätzlichen Dampit-Luftbefeuchter mit, und die Gamelan-Musiker nehmen Abdeckungen für ihre Instrumente mit, wenn sie zwischen klimatisierten Räumen und dem Außenbereich wechseln. Das Ergebnis sind weniger Überraschungen und ein reibungsloserer Auftritt für alle.

Die wichtigsten Punkte

  • Wetter im Blick behalten: Überwacht Luftfeuchtigkeit und Temperatur auf dem Festivalgelände kontinuierlich – Vorbeugen ist einfacher, als später eine verzogene Gitarre zu reparieren.
  • Koffer sind eure Freunde: Besteht darauf, dass Instrumente außerhalb der Bühne im Koffer bleiben. Koffer schützen vor plötzlichen Klimaveränderungen und Unfällen.
  • Schattige Stimmbereiche: Stellt in Bühnennähe überdachte, sichere Bereiche bereit, in denen Künstler ihre Instrumente stimmen und lagern können – fern von direkter Sonne und neugierigen Händen.
  • Wichtige Ausrüstung bereitstellen: Haltet Luftbefeuchter, trockene Tücher, Ersatzwirbel, Saiten und andere Reparaturteile bereit. Eine kleine Investition in Zubehör kann einen Auftritt – und ein Instrument – retten.
  • Wetterbewusst planen: Zögert nicht, bei extremer Hitze oder Luftfeuchtigkeit den Zeitplan oder die Setlängen anzupassen. Der Schutz von Instrumenten und Künstlern hat höchste Priorität.
  • Künstler früh informieren: Teilt den Künstlern die klimatischen Bedingungen und Tipps zur Instrumentenpflege lange vor dem Festival mit. Ein informierter Künstler kommt vorbereitet – und ihr schafft gemeinsam die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auftritt.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen können Festivalveranstalter weltweit – von den Wüsten Arizonas bis zu den Regenwäldern Borneos – dafür sorgen, dass Holzinstrumente gestimmt und unbeschädigt bleiben. Künstler sollen ihre beste Leistung zeigen können, ohne sich um verzogene Resonanzböden oder rutschende Wirbel zu sorgen. Mit guter Planung und etwas klimasensibler Pflege lassen sich selbst die wildesten Bedingungen im Freien beherrschen, sodass die Musik unter freiem Himmel wunderbar erklingen kann.


Häufig gestellte Fragen

Welche Luftfeuchtigkeit und Temperatur sind für Holzinstrumente ideal?

Holzinstrumente funktionieren am besten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit zwischen 35 und 60 % und Temperaturen von 18–24 °C (65–75 °F). Diese Bedingungen verhindern, dass Holz bei Hitze quillt oder in trockener Luft spröde wird und Risse bekommt. So bleibt das Instrument bei Auftritten im Freien stimmstabil und strukturell intakt.

Warum sollten Musiker ihre Instrumente bei Outdoor-Festivals im Koffer aufbewahren?

Hartschalenkoffer wirken als Schutzpuffer gegen schnelle Schwankungen bei Luftfeuchtigkeit und Temperatur – wie ein Kokon für das Instrument. Wenn Instrumente bei Nichtgebrauch im Koffer bleiben, können sie sich allmählich an die Umgebung gewöhnen. Das verhindert Stress für das Holz, gelockerte Leimverbindungen und Schäden durch direkte Sonneneinstrahlung.

Wie können Festivalveranstalter sichere Stimmbereiche für akustische Instrumente schaffen?

Veranstalter sollten in Bühnennähe sichere, schattige Stimmbereiche einrichten, die vor direkter Sonne, Wind und Staub geschützt sind. Idealerweise verfügen diese Bereiche je nach Wetter über Maßnahmen zur Klimaregulierung wie Ventilatoren, mobile Klimaanlagen oder Heizgeräte. So können Künstler abseits der Lautsprecher stimmen, ohne ihre Instrumente extremen Bedingungen auszusetzen.

Welche Dinge gehören in ein Instrumentenpflege-Set für Veranstaltungen im Freien?

Ein wirksames Instrumentenpflege-Set enthält mobile Schallloch-Luftbefeuchter oder Trockenmittel-Packs zur Feuchtigkeitsregulierung sowie weiße Mikrofasertücher, um Schweiß abzuwischen. Ersatzteile wie Wirbel und Stegstifte sowie zusätzliche Saiten sind ebenfalls wichtig, um mechanische Probleme durch Hitze oder Trockenheit während der Veranstaltung zu beheben.

Wie wirkt sich extreme Hitze auf den Zeitplan von Folk-Festivals im Freien aus?

Extreme Hitze erfordert oft eine Anpassung des Auftrittsplans, damit die heißeste Tageszeit, etwa der frühe Nachmittag, vermieden wird. Veranstalter können Sets kürzen oder Pausen einplanen, damit Instrumente und Musiker abkühlen. So lässt sich verhindern, dass Leimverbindungen weich werden und sich Holz durch intensive Sonneneinstrahlung ausdehnt.

Warum ist es wichtig, Künstler vor einem Festival über die Wetterbedingungen zu informieren?

Wenn Künstler vorab Klimadetails erhalten, können sie passende Ausrüstung wie Luftbefeuchter für Koffer, wasserdichte Abdeckungen oder Ersatzinstrumente einpacken. Diese vorausschauende Kommunikation stellt sicher, dass sie auf konkrete Umweltbedingungen wie hohe Luftfeuchtigkeit oder trockene Bergluft vorbereitet sind. Dadurch sinkt das Risiko von Instrumentenschäden und kurzfristigen Problemen beim Auftritt.

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